Gemeinschaftssitzung als jecke Chance

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
11593755.jpg
Ein prachtvolles Bild mit historischem Charakter: In gelb und rot erstrahlt die prall gefüllte Bühne der Stadthalle bei der ersten Gemeinschaftssitzung der Traditionsgesellschaften KG Mölle und KG De Wenkbülle. Foto: D. Müller
11593869.jpg
Jüngst zum Stolberger Stadtmeister gekürt, begeistert die Showtanzgruppe der KG Mölle bei der Gemeinschaftssitzung. Foto: D. Müller
11593870.jpg
Die Tanzgarde der KG De Wenkbülle beeindruckt das gut gelaunte Publikum in der Stadthalle. Foto: D. Müller

Stolberg. Ein dreifacher Tusch auf die geglückte Premiere: Erstmals in der Geschichte der beiden Traditionsgesellschaften haben die KG De Wenkbülle und die KG Mölle eine Gemeinschaftssitzung veranstaltet und in der Stolberger Stadthalle feierten rund 550 bunt kostümierte Narren ausgiebig mit viel guter Laune den Fastelovvend.

Mit den Donnerberger Trompetenbläsern marschierten die Gesellschaften ein und tauchten die große Bühne vollends in gelb und rot. Doch „die Farben spielen keine Rolle“, meinte Mölle-Präsident Manfred Essmajor und sagte: „Hier und heute zeigen zwei Traditionsgesellschaften auf, welche Chancen unser schönes Brauchtum Karneval hat.“

Dem schloss Carsten Nellißen sich an, und der Präsident der Wenkbülle vom Donnerberg dankte allen Aktiven und Helfern aus beiden Vereinen, die „dieses tolle Projekt mit viel Einsatz und Arbeit erst möglich gemacht haben“.

Wechselweise präsentierten Nellißen und Essmajor beziehungsweise die Gardekommandanten der Gesellschaften, Karl Hotunoglu (Mölle) und Rüdiger Kraft (Wenkbülle) das bunte Programm aus Tanz, Musik und Rede, bei dem sich die beiden gastgebenden Vereine hervorragend in Szene setzten.

Nachdem die Wenkbülle-Marie Verena Keulen das Publikum erfreut hatte, begeisterte das Tanzpaar der Mölle, Jessica Fiedler und Maurice Stoll, die Gäste. Die Tanzgarde der Wenkbülle und das Mölle-Mariechen Christina Wittland beeindruckten die Jecken im Saal ebenfalls mit gekonnten und sehenswerten Darbietungen.

Showtanz-Maßstäbe gesetzt

Die Trompetenbläser Donnerberg unter der Leitung von Rolf Brück sorgten immer wieder für Stimmung, indem sie nicht in einem Block spielten, sondern zwischen den Tänzen zu den Instrumenten griffen, was sich als gutes Rezept für das kurzweilige Programm erwies. Lautstarken und langanhaltenden Beifall erhielten auch die Showtanzgruppen der Mölle und der Wenkbülle, die beide Maßstäbe setzten.

Einer der Höhepunkte der gelungenen Gemeinschaftssitzung war zweifelsohne der Auftritt des Stolberger Prinzen Holli I. (Holger Schulz), der mit Hofstaat und Prinzengarde der Ersten Großen beste Laune verbreitete. Stadtkommandant Rüdiger Fröschen machte den Gastgebern ein denkwürdiges Kompliment, als er sagte: „Eine so gut gefüllte Stadthalle habe ich schon lange nicht mehr gesehen.“

Auch Holli I. zeigte sich beeindruckt und betonte: „Ich könnte den ganzen Saal umarmen.“ Der Prinz lebte seine närrische Regentschaft amüsant aus, indem er die beiden Beigeordneten des Bürgermeisters, Robert Voigtsberger und Tobias Röhm, bei der Gemeinschaftssitzung von Wenkbülle und Mölle kurzerhand in seinen Hofstaat berief und tanzen ließ.

Kurzzeitig in die Reihe der Prinzengarde berufen wurden die gastgebenden Präsidenten Essmajor und Nellißen, um mit der Leibgarde Seiner Tollität das „Stippeföttche“ zu zelebrieren. Die Erste Große ließ unter viel Applaus auch ihre Tanzgarde, ihr neues Mariechen Eva Schulz, Tochter der „Hollität“, und ihre tanzenden Herren antreten. Mölle und Wenkbülle hatten für ihr ansprechendes Programm den aus Eschweiler kommenden Redner Alfred Wings, auch bekannt als „D‘r Lange“, verpflichtet und natürlich auch für reichlich jecke Tön‘ musikalischer Art gesorgt.

„De Halunke“ und sie „Rurwürmer“ brachten wie die Donnerberger Trompetenbläser viel Stimmung in die Stadthalle, und gegen Ende der rund fünfstündigen Gemeinschaftssitzung servierten die Gastgeber den Jecken noch einen wahren Leckerbissen des rheinischen Karnevals, als „Die 3 Colonias“ unter tosendem Applaus den Saal zum Kochen brachten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert