Stolberg - Gemeinschaftskonzert in einem neuen Rahmen?

Gemeinschaftskonzert in einem neuen Rahmen?

Von: Dirk Müller
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Stolberg. Rückläufigen Entwicklungen entgegenzuwirken, darum ging es vor allem bei der Mitgliederversammlung des Stadtverbands der Musikausübenden Vereine. „Einst waren dem Stadtverband 14 Vereine angeschlossen, derzeit sind es nur noch sieben“, mahnte Geschäftsführer Karl-Heinz Theis.

Er zählte auf, dass auf der Stolberg-Internetseite 16 musikalische Vereinigungen aufgeführt seien, sechs weitere sowie einige Kirchenchöre seien zudem dort nicht erfasst. Die Versammlung beschloss einstimmig, bei jedem Musikverein dafür zu werben, dem Stadtverband beizutreten.

Ein negativer Trend sei ebenfalls bei dem Gemeinschaftskonzert der Männerchöre festzustellen, sagte der Vorsitzende Reiner Emonds. „Nach der Auflösung des Dalli-Chors werden beim nächsten Gemeinschaftskonzert nur noch vier Männergesangvereine singen.“ Deren Durchschnittsalter sei teilweise jedoch sehr hoch, so dass in naher Zukunft nur noch drei oder gar zwei Herrenchöre verblieben.

Das große Konzert mit rund 700 Zuhörern in der Stadthalle sei aber ein kultureller Jahreshöhepunkt und daher unbedingt erhaltenswert. Der Verbandsvorstand und die anwesenden Vereinsvertreter waren sich einig, dass die Veranstaltung mittelfristig zu einem Gemeinschaftskonzert der Chöre werden solle. „Wenn auch gemischte Ensembles oder reine Frauenchöre in das Programm aufgenommen werden, ist das Gemeinschaftskonzert dauerhaft zu retten“, resümierte Emonds.

Ebenfalls thematisiert wurde die Veranstaltung „Based in der Städteregion“, bei der im Auftrag des städteregionalen Kulturamtes Mitglieder der „Designmetropole Aachen“ den Steinweg am 28. September mit einem großen Kunstprojekt füllen wollen.

Dabei ist auch die Beteiligung Kupferstädter Musikvereine gewünscht. Harald Steffens signalisierte für die Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft die grundsätzliche Bereitschaft mitzuwirken. „Allerdings unter der Voraussetzung der Kostenneutralität für unseren Verein“, räumte er ein. Denn: „Von dem Dirigentenhonorar, das für so eine Veranstaltung fällig wird, können wir zwei Monatsmieten für unsere Proberäume an die Stadt Stolberg zahlen.“

Die übrigen Anwesenden wiesen darauf hin, nicht zu wissen, was Sinn und Zweck des Kunstprojektes sei. „Die Vereine verfügen wir leider immer noch nicht über detaillierte Informationen und konkrete Rahmenbedingungen“, bedauerte Theis.

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