Gemeinschaftskonzert: Ein wahrer Ohrenschmaus

Von: mlo
Letzte Aktualisierung:
13463945.jpg
Eine mit Recht viel bewunderte, stimmungsvolle Hymne von Felix Mendelssohn-Bartholdy wurde in der Finkenbergkirche zu einem wahren Ohrenschmaus. Foto: M. L. Otten

Stolberg. Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Finkenbergkirche beim Gemeinschaftskonzert der Evangelischen Kantorei Stolberg und des Kammerchores der Volkshochschule Stolberg. Das Abschlusskonzert des Finkenbergzyklus war auf Initiative von Klaus Schleicher, der in beiden Chören singt, zustande gekommen.

Weitere Mitwirkende waren Sarah Corp, Sopran, und Misun Kim-Antensteiner an der Orgel.

Pfarrer Axel Neudorf begrüßte zunächst die Anwesenden und gab einige Informationen zu den einzelnen Musiktiteln. Aus Anlass des 100. Todesjahres von Max Reger, dem bedeutenden Komponisten der deutschen Romantik, wurden von ihm a-cappella-Werke zu Gehör gebracht, die die beiden Chöre gemeinsam vorbereitet hatten. Während Gunther Antensteiner ein Stück aus den 20 Responsorien erklingen ließ, dirigierte Klaus Weiß zwei Motetten aus der Spätzeit dieses Musikers.

Und Misun Kim-Antensteiner interpretierte die „Fantasie und Fuge d-Moll“. Doch den Anfang des kammermusikalischen Abends hatte der VHS Kammerchor gemacht, der seit nunmehr 40 Jahren besteht. Mit der Kleinen Orgelsolomesse von Joseph Haydn zur Orgelbegleitung von Kim-Antensteiner gelang den Damen und Herren eine eindrucksvolle Wiedergabe. Sie zeugten mit dynamischem Feingefühl Kontraste von Hell bis Dunkel und damit eine fortwährende Spannung.

Im reizvollen Benedictus ließ sich dann die in Aachen lebende Sarah Corp erstmalig vernehmen. Zum Dahinschmelzen war ihre Darbietung in Rossinis „O salutaris hostia“ mit dem Text aus der Fronleichnamliturgie. Das Finale gehörte dem genialen Mendelssohn-Bartholdy. Die vielgesungene Hymne „Hör mein Bitten“, für Sopran, vierstimmigen Chor und Orgel komponiert, fand in England besondere Verbreitung. Und auch in Stolberg wurde das Flehen von den beiden Chören und der Solistin kunstvoll dargeboten. Im Wechselspiel mit ihr wurde die Vertonung des Psalm 55,2-8 zu einem wahren Ohrenschmaus, was der anschließende Beifall zeigte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert