Stolberg-Mausbach - Gemeinsames Herbstkonzert: Leichte Muse mit viel Humor präsentiert

Gemeinsames Herbstkonzert: Leichte Muse mit viel Humor präsentiert

Von: hje
Letzte Aktualisierung:
8806747.jpg
Beim Gemeinschaftskonzert von Männer Gesangverein Mausbach und Euphonia Mausbach hatten sowohl die Aufführenden als auch die Zuhörer ihren Spaß. Die Konzertgäste hörten einen bunten Strauß bekannter Melodien und bestanden am Ende auf mehreren Zugaben. Foto: R. Roeger

Stolberg-Mausbach. Als die Musikvereinigung Euphonia Mausbach (Leitung Siegfried Schünemann) das gemeinschaftliche Herbstkonzert mit dem Männer Gesang Verein Mausbach 1910 am Wochenende mit Sepp Neumayr‘s ‚Mein Heimatland‘ eröffnete, und der MGV Mausbach unter Markus Platzbecker dann einstimmte, waren nur noch wenige Plätze im Saale der Realschule frei.

Der erste Vorsitzende Dr. Rolf Schnitzler begrüßte die Konzertgäste und stellte die Grundidee zur Gestaltung dieses Gemeinschaftskonzertes dar. Ziel war, ein möglichst kurzweiliges, unterhaltsames Konzert der leichten Muse zu präsentieren. Damit wollte der MGV auch der wesentlich kleineren Euphonia eine Bühne bieten, auf der sie die Leistungsfähigkeiten erklingen lassen konnte.

Mit viel Humor, Esprit und Selbstironie gewann er sogleich die Herzen der Besucher. Der Text des folgenden Schicksales eines Mannes „Wer ein Weib freit“ von Peter Seeger zauberte Lächeln in die Gesichter, woraufhin der MGV mit „Fraternitas“ (Männerfreundschaft) von Arnold Kempkens noch einen draufsetzte.

Viele Stücke Offenbachs

Die Euphonia stattete anschließend Jacques Offenbach einen Besuch ab und spielte in dem Potpourri etliche Stücke Offenbachs an, bis zum berühmten Cancan aus dem sündigen Paris. Schließlich stellten die singenden Männer fest, dass „schönes Wetter heute“ sei (Franz Funk, Arr. Severin Geissler). Dies ermutigte die Euphonia zu „Abba Gold“, Arr. Ron Sebregts, eine Sammlung von Kurzfassungen der wohl bekanntesten Abba-Melodien (z.B. Dancing Queen, Fernando, Mama mia, The winner takes it all etc.).

„Seid zur Freundschaft bereit“ aus M. Shermann‘s Dschungelbuch forderte der MGV auf. Dies ermutigte schließlich die Euphonia zu „The Lion King“ (König der Löwen, Hauptstück aus dem Musical), ehe die Besucher zur Pause gebeten wurden.

Der Männer Gesang Verein erklärte musikalisch Müller-Westernhagens „Freiheit“ und setzte mit Strobel & Zauners „Solange man Träume noch leben kann“ fort. „Young Life“ von Manfred Schneider hieß der erste Titel der Euphonia nach der Pause, mit dem „junges Leben“ musikalisch dargestellt wurde.

Interessant war die Aufgabe von Dirigent Siegfried Schünemann für die Besucher, die heraus finden sollten, aus wie vielen Stücken das folgende „Instant Concert“ sich zusammensetzte (Arr. Harold L. Walters). Einige Besucher erkannten, dass es 30 verschiedene Titel waren. Dann wurde ein Hit von Reinhard Mey intoniert. Was passierte, als Freiherr Bodo zur Diplomatenjagd auf Schloss Hohenhecke zu Niederlahr einlud, kann man eigentlich nur als zu wörtlich genommene Posse ansehen!

Der Song erzählt die Geschichte: Alles ist vorbereitet, doch der General von Zitzewitz beklagt den Verlust seines Dackels, Ahnherr von Kieselknirsch, der zwar kaum noch gehen und schlecht sehen, dafür aber hervorragend schießen kann, nimmt wohl das Wort „Diplomatenjagd zu wörtlich und erschießt, was sich im Gebüsch bewegt: den Außenminister. Besonders unpassend war dazu natürlich Ahnherr‘s Ausruf „Waidmannsheil“. Nach einer ausgiebigen Futterspende an die Armen kehren alle Jäger nach Hause zurück. Eben eines der Meisterwerke Reinhard Mey‘s.

Gemeinsam mit der Euphonia forderte der MGV auf „Freunde lasst uns trinken“ (Reinhard Mey. Die Euphonia sagte „Thank you for the music“ aus dem Musical „The Girl“ (Abba) und gemeinsam erklang „frei weg“, frisch und frech, wie es uns gefällt. Die Besucher applaudierten begeistert und forderten Zugabe, die auch von der Euphonia mit einem „Militärmarsch“ gerne gewährt wurde.

Erneute Zugabe

Erneut forderte das Publikum eine Zugabe, woraufhin Siegfried Schünemann als Dirigent Euphonia und Männer Gesang Verein gemeinsam die heimliche Tiroler Nationalhymne ertönen ließ „Du bist das Land, dem ich die Treue halte“. Ein kurzweiliges Konzert ging zu Ende. Viele Besucher folgten der Aufforderung zu einem anschließenden gemütlichen Beisammensein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert