„Gehlens Kull“: Walter Meuthen für seinen Einsatz ausgezeichnet

Von: Dirk Müller
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Walter Meuthen (2. v. l.) wird von Bürgermeister Tim Grüttemeier (links), dem Ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger (2. v. r.) und Amtsleiter Willy Seyffarth für seine vielfältigen Ideen hinsichtlich des Landschaftsschutzgebietes „Gehlens Kull“ ausgezeichnet. Foto: D. Müller

Stolberg. Zentral gelegen, befindet sich zwischen der Altstadt und dem Donnerberg der ehemalige Steinbruch von Heinrich Gehlen, in dem einst Kalk abgebaut wurde. Um 1970 erfolgte die Rekultivierung und heute ist „Gehlens Kull“ ein Landschaftsschutzgebiet, das seltene Flora und Fauna beherbergt.

Am Rande dieser grünen Oase inmitten der Stadt lebt Walter Meuthen, und „Gehlens Kull“ liegt ihm sehr am Herzen. Er sorgte unter anderem dafür, dass Müllbeutel installiert werden, damit das idyllische Stück Natur nicht von Abfall verschandelt wird, den er auch selbst einsammelt. Auf seinen Runden durch Gehlens Kull spricht er Hundehalter an und bittet sie, die Hinterlassenschaften der Vierbeiner in den Müllsäcken zu entsorgen.

Mit Erfolg, denn Meuthens Fürsorge das Landschaftsschutzgebiet betreffend steckt auch andere Menschen an. Sie gehen verantwortungsvoller mit der Natur um, was sich am Erscheinungsbild des rekultivierten Steinbruchs deutlich bemerkbar macht. Doch darauf ruht Meuthen sich nicht aus. „Das wunderschöne Gebiet ist vielen Stolbergern gar nicht bekannt. Es wird daher auch viel zu wenig genutzt und genossen“, beschreibt er.

Wert für Familien erhöhen

Gerade recht kam Meuthen das von der Kupferstadt ausgerufene Jahr der Familienfreundlichkeit mit dem Wettbewerb „12 Monate, 12 Ideen“. Er nahm teil und wurde jetzt von Bürgermeister Tim Grüttemeier, dem Ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger und dem Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familien, Willy Seyffarth, für die Idee des Monats Juli ausgezeichnet. Wobei Walter Meuthen genaugenommen gleich ein wahres Füllhorn von Ideen bezüglich Gehlens Kull ausschüttet.

Sein erster Ansatz ist es, das Landschaftsschutzgebiet bei den Stolbergern aller Generationen bekannter zu machen. Und „der Wert als Naherholungsgebiet für Familien sollte erhöht werden“, meint Meuthen und regt Sitzgelegenheiten am See und Picknickmöglichkeiten für Besucher an, schlägt vor, Flyer mit dem Wegenetz von Gehlens Kull zu erstellen.

Lernort und Konzerte

Bei der Verwaltung stößt er damit auf offene Ohren, ebenso wie mit seiner Idee, das Gebiet stärker als außerschulischen Lernort zu nutzen. Kindertagesstätten und Schulen sollten häufiger Exkursionen in das Landschaftsschutzgebiet unternehmen, so dass schon die Kleinen hinsichtlich der Natur und der Lokalgeschichte sensibilisiert würden.

Meuthen hat noch mehr Ideen, bei denen er auch an Jugendliche und junge Erwachsene denkt. Open-Air-Konzerte für junge Leute schweben ihm vor. Mit Freilichtbühne vor dem Felsen und Publikumswiese vor dem kleinen See. Diesbezüglich gaben die Vertreter der Stadtverwaltung allerdings zu bedenken, dass Aufbau von Bühne und Technik logistisch schwierig sei, und vor allem die vorhandenen Tierarten in dem Landschaftsschutzgebiet nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürfen.

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