Gehen in Stolberg bald die Lichter aus?

Von: Jürgen Lange
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Im Jahr2008 hatten Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und SMS-Sprecher Patric Peters die Weihnachtsbeleuchtung noch gerettet. Jetzt verzichtet die SMS darauf, sie aufzuhängen. Der Bürgermeister als geborenes Mitglied nahm an der Vorstandssitzung dazu nicht teil. Foto: J. Lange

Stolberg. Es kann dunkel werden in der Kupferstadt. Und das ausgerechnet in der Zeit, für die das erwartete Licht nicht nur ein christliches Symbol der Erlösung, sondern auch ein von der Kaufmannschaft geschätzter Garant für Atmosphäre und Flair in der Adventszeit ist: Die Illumination in der Innenstadt steht vor dem Aus.

Der Vorstand des Stolberger Stadtmarketings hat beschlossen, die Weihnachtsbeleuchtung in diesem Jahr nicht mehr aufzuhängen. „Die finanzielle Beteiligung der Stolberger an den Kosten für die Infrastruktur nimmt immer mehr ab“, bilanziert Patric Peters. Das Einsammeln von Spendengeldern werde für die Aktivisten des Stadtmarketings immer mehr zu einer Tortur, erklärte der SMS-Vorstandssprecher. Für die vergangenen Kupferstädter Weihnachtstage sei es „so eben gelungen, einen kostendeckenden Betrieb zu ermöglichen“, verdeutlicht Peters. Nicht einmal ein kleiner Überschuss für Investitionen in die Instandhaltung sei übrig geblieben. Geschweige den Mittel, in den Ausbau der Weihnachtsbeleuchtung für die Altstadt zur Ankurbelung des Tourismus als wirtschaftsförderndes Element.

Geplant ist die Dekoration von rund 70 Bäumen mit bis zu 1800 LED-Lichtern, was einem Bedarf von 250 Lichterketten nebst Zubehör entspricht. Außerdem sollen 100 laufende Meter Girlanden beschafft werden. Nicht vergessen werden soll die Stolberger Burg. Ihre herausragende Stellung soll gewürdigt werden die gesonderte Dekorationen mit Lichtervorhängen an den Außenmauern. 25.000 LED sollen das Wahrzeichen in ein weihnachtliches Licht tauchen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 24.400 Euro. Die Städteregion hat beschlossen, 50 Prozent der Kosten aus ihrem Tourismus-Budget zu übernehmen. Aber das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die SMS die verbleibenden 50 Prozent aus eigenen Mittel aufbringen müsste....

„Wenn wir jetzt nicht alle wach rütteln, müssen wir die Weihnachtsbeleuchtung in absehbarer Zeit verkaufen“, mahnt Peters. Allerdings wurden erhebliche Investitionen in die Illumination der Innenstadt kreditfinanziert; gebürgt dafür hat die Stadt Stolberg.

Durchaus kontrovers diskutiert werden soll das Thema Weihnachtsbeleuchtung auch beim SMS-Stammtisch, der am Mittwoch, 6. März, um 20 Uhr im Hotel Stadthalle beginnt.

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