Gegrilltes mit ruhigem Gewissen genießen

Von: Laura Beemelmanns
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Bei gutem Wetter ist Grillfleisch ein beliebtes Abendessen. Auf ein paar Vorkehrungen sollte man jedoch zuvor achten. Foto: L. Beemelmanns

Stolberg. Vermutlich werden in den nächsten regenfreien Tagen wieder viele Stolberger den Grill aus dem Gartenhäuschen oder dem Keller holen. Wenn es nicht gerade ein Elektrogrill oder ein schwerer Gasgrill ist, dann kann man diesen natürlich auch mitnehmen und an einem schönen Plätzchen im Grünen aufstellen.

Das Grillen – insbesondere in der Nähe des Stolberger, Breiniger oder Gressenicher Waldes – ist aber zum einen verboten und zum anderen sehr gefährlich. Auch in Parkanlagen sollte man vorsichtig sein. „Im Wald gilt ein Feuerverbot“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Konrads. Dennoch komme es vor, dass Menschen ihren Grill dort aufstellen. „Oft wird uns gemeldet, wenn Leute gesehen wurden, die im Wald oder an Waldparkplätzen grillen. Besonders beliebt war eine Zeit lang der Parkplatz Waldschänke Breiniger Berg“, sagt er.

Einen Grill musste die Feuerwehr bislang zwar noch nicht löschen, verrät Konrads mit einem Lächeln auf den Lippen. Es komme jedoch häufig zu Einsätzen, die durch die falsche Nutzung des Grills ausgelöst werden. „Es kommt leider immer wieder zu schweren Verbrennungen, die dadurch entstehen, dass beispielsweise Spiritus zum Grillen verwendet wird“, sagt Konrads.

In den Abendstunden werde die Feuerwehr zudem häufig wegen „Feuerscheins“ alarmiert. „Dieses Licht entpuppt sich oft als Grill und nicht als großer Brand“, sagt Konrads. Und fügt hinzu: „Wir sind aber dankbar für jeden, der schon bei blassem Feuerschein die Feuerwehr informiert.“ Schließlich könnte sich daraus ein größerer Brand entwickeln und dieser könnte so frühzeitig verhindert werden. Wenn es aber doch mal nur ein Grill ist, der leuchtet, dann ist das ein „Alarm mit guten Absichten“. Kosten entstünden dem Anrufer dabei nicht.

Um sicher zu gehen, dass beim Grillen nichts schiefgeht, hat die Stolberger Feuerwehr ein paar Tipps zusammenegstellt:

Der Grill sollte einen sicheren Stand haben. Behelfskonstrukionen sollten vermieden werden.

Wenn das Grillgut an einem Lagerfeuer erhitzt wird, sollte ein nicht brennbarer Streifen bestehend aus Erde, Sand oder Steinen rund um den Grillplatz gelegt werden.

Der Grill sollte zudem niemals aus den Augen gelassen werden.

Stark fettendes Fleisch sollte nicht mit Wasser oder Bier übergossen werden. Dann kann es zu einer sogenannten Fettexplosion kommen.

Die Feuerwehr rät zudem, hochwertige Grillanzünder zu verwenden.

Spiritus oder andere brennbare Flüssigkeiten sollten niemals in die Glut gegossen werden. Dabei könnten gefährliche Stichflammen entstehen, die zu Verletzungen führen können.

Bei Verbrennungen gilt: Brandwunden kleineren Ausmaßes maximal zehn Minuten lang mit Wasser (kein Eis, kein eiskaltes Wasser) kühlen. Bei größeren Verletzungen sofort den Notruf Telefon 112 anrufen.

Man sollte nie in geschlossenen Räumen grillen. Auch zum Abkühlen hat der erloschene Grill in einem geschlossenen Raum nichts verloren. Denn es besteht Lebensgefahr durch Brandgase.

Grillen in der Natur ist nur auf den dafür ausgewiesenen Plätzen erlaubt. In Gebieten, die Waldbrand gefährdet sind, ist Grillen strengstens verboten.

Vor dem Entsorgen der Asche sollte diese abgekühlt sein. Auch sollte sie nicht in einem Kunststoffbeutel entsorgt werden.

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