Gegenwind für geplante Windkrafträder

Von: lkf/-jül-
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Informiert und diskutiert wurde am Mittwoch in der Schevenhütter Gaststätte „Casino“ über das Windkraftprojekt der Stadt. Foto: L. Franzen
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Volles Casino ohne Zocker....

Stolberg-Schevenhütte. Dort, wo in Stolberg Windkraftanlagen entstehen sollen, bläst ihnen meist Gegenwind aus der Bevölkerung entgegen. Artenschutz, Tierschutz, sinkende Lebensqualität durch Schattenwurf und Lärm lauten auch in Schevenhütte die Argumente gegen Windenergie aus dem Laufenburger Wald.

Bedenken der Anwohner sollte am gestrigen Abend ein Infoabend des Investors Green GmbH in der Gaststätte „Casino“ ausräumen. Zahlreiche Menschen, nicht nur aus Schevenhütte, folgten der Einladung, um sich zu informieren, aber auch um mit den Planern über die fünf geplanten Winderräder zu diskutieren.

Es ist genau diese 224 Hektar große Planfläche im Laufenburger Wald, die als einzige zusätzliche Konzentrationsfläche für Windenergieanlagen im Verfahren der Änderung des Flächennutzungsplanes verbleiben wird. Heute Abend wird der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt dem Stadtrat eine entsprechende Empfehlung unterbreiten – mit breiter Mehrheit.

Es werden wohl lediglich die Freien Demokraten sein, die den Beschlussvorschlag der Verwaltung ablehnen werden, wie es Fraktionsvorsitzender Bernd Engelhardt am Mittwoch auf Anfrage bestätigte. Aus grundsätzlichen Überlegungen, denn die FDP hat sich bereits in der Vergangenheit während dieses Verfahrens und anderer Debatten zur Energiewende stets konsequent gegen den Bau von Windrädern in Waldgebieten ausgesprochen.

Anders die Sprecher der großen Koalition im Stadtrat. CDU und SPD signalisierten im Vorfeld, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen. Und der besagt, dass auf eine weitere Betrachtung der Flächen „Hechensknepp“ (51 Hektar) und „Wolberberg“ (82,3 Hektar) im Viereck von Vicht, Zweifall, Venwegen und Breinig sowie „Drei-Kaiser-Eichen (69,7 Hektar) an der Stadtgrenze nahe Raffelsbrand verzichtet werden soll. Grundlage dafür sind die Gutachten zu Artenschutz- sowie Immissionsprüfung – wenn auch „vorbehaltlich der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung“. In Zweifall hatten sich Bürger bereits vehement gegen die ortsnahen Windparke positioniert. Zeitnah innerhalb des ersten Quartals dieses Jahres soll die Bürgerbeteiligung terminiert werden. Die Kupferstadt strebt an, dass geplante Änderung des Flächennutzungsplanes noch in diesem Jahr rechtswirksam werden soll.

Ebenso wie die große Koalition will auch die Fraktion der Linken dem Vorschlag der Verwaltung folgen, kündigte Mathias Prußeit an. Gleiches gilt für die Grünen, sagte Fraktionsvorsitzende Dina Graetz, und erinnerte daran, dass es eine Initiative ihrer Partei aus dem Sommer 2011 war, die die Schritte zur Energiewende ins Rollen gebracht hatte. Der Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans wurde von einer breiten Mehrheit getragen wurde: Nur die FDP stimmte mit Nein.

Seit 2005 besteht in Stolberg eine Konzentrationszone für Windenergieanlagen; aber die Fläche in der Werther Heide ist ausgeschöpft.

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