Stolberg - Gedächtnisausstellung: Alfred Holler kehrt zurück nach Stolberg

Gedächtnisausstellung: Alfred Holler kehrt zurück nach Stolberg

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Die Radierung „Stolberg im Vogelsang“ gehört zu den zahlreichen Werken, die Alfred Holler in und zu der Kupferstadt geschaffen hat.
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Oft in Stolberg tätig: Alfred Holler, hier vor seiner Staffelei um 1950.

Stolberg. „In früheren Zeiten gab es wohl keine Wohnung in Stolberg, in der nicht zumindest eine Holler-Radierung hing,“ umschreibt der Stolberger Kunstsammler Dr. Bertram Laurs den Bekanntheitsgrad des Malers und Radierers Alfred Holler.

Holler kam 1888 in Krefeld zur Welt, siedelte aber schon mit 22 Jahren nach Eupen um. Er heiratete eine Eupenerin und lebte und arbeitete in der von Stolberg 25 Kilometer entfernten belgischen Stadt bis zu seinem Tod im Jahr 1954.

1910 Umzug nach Eupen

Nach Verlassen der Oberrealschule in Krefeld besuchte Holler die Kunstgewerbeschule in Krefeld. Anschließend studierte er von 1906 bis 1908 an der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule. Er verweilte kurze Zeit in Paris und setzte seine Studien von 1908 bis 1910 an der Kunstakademie Karlsruhe fort.

Durch seinen Eupener Studienfreund und Künstler Walter Ophey zog es ihn 1910 nach Eupen, wo er 1917 eine Familie gründete und bis zu seinem Tode wirkte. Während des Ersten Weltkrieges war er als Kriegsmaler in Vilnius in Litauen tätig.

Seine Werke umfassen Ölbilder, Aquarelle, Holzschnitte, Radierungen und Grafiken. Holler gilt als einer der bedeutendsten Eifel-Maler, sein Werk rechnet man heute dem impressionistischen Realismus zu. Für sein Wirken erhielt er vom belgischen Staat hohe Auszeichnungen: 1934 wurde er Ritter des Kronenordens und 1954 Ritter des Ordens Leopolds II.

Besonders in Stolberg war Holler künstlerisch tätig. So schuf er 16 Radierungen von Stolberger Stadtansichten und architektonisch interessanten Kupferhöfen und Kirchen. Auch sind etliche großformatige Ölgemälde in der Kupferstadt entstanden.

Ehrenamtliche Organisatoren

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „in memoriam“ planen die ehrenamtlichen Organisatoren nach der erfolgreichen Präsentation von „Hermann Koch“, „Bert Stollenwerk“ und „Karl Fred Dahmen“ nun im Kunst-Department Villa Museum Zinkhütter Hof eine Gedächtnisausstellung mit Werken von Alfred Holler. Die Vernissage wird am Sonntag, 26. April, um 12 Uhr stattfinden.

Leihgaben von Privatsammlern und dem „Kulturerbe der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens“ werden von Karl-Heinz Oedekoven kuratiert und einen Querschnitt des künstlerischen Schaffens dieses bedeutenden Künstlers vermitteln.

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