Galakostümsitzung: „Hey, wir woll‘n den Holli sehen“

Von: Dirk Müller
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Auch als Bandmitglied der „Röbedeuker“ überzeugt die Tollität, und der Saal stimmt mit ein: „Hey, wir woll‘n den Holli sehen“. Der Prinz kam vor lauter Einsätzen gar nicht mehr von der Bühne. Foto: D. Müller
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Kinderprinzessin Emilie I. (Mehl) verzaubert samt Gefolge nicht nur die jungen die Gäste mit ihrer flotten Hexen-Show.
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Der Stolberger Karnevalsprinz Holli I. (Holger Schulz) verbreitet beste Stimmung bei seinem „Heimspiel“.
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Holli I. überzeugt auch als Zauberlehrling von Schmitz Backes mit magisch-komischem Talent.

Stolberg. Die Galakostümsitzung der Ersten Großen KG hat mit einem hochklassigen Programm einmal mehr Maßstäbe im Kupferstädter Sitzungskarneval gesetzt, und der Stolberger Prinz Holli I. (Holger Schulz) war dabei ein vielbeschäftigter Mann.

In einem wahren Triumphzug eroberte die Tollität die Stadthalle und die Herzen der gut gelaunten Narren und absolvierte zunächst seine Show, bei der Holli I. mit Hofstaat sein stimmungsvolles Prinzenlied gleich zweimal zum Besten gab. Begleitet von der Prinzengarde mit Mariechen Eva (Schulz) machte der Prinz sein Versprechen war, dass jeder seiner Auftritte anders sein soll.

Bei seinem „Heimspiel“ bezog er etwa zu den Vorfällen in der Silvesternacht Stellung: „Jeder, der mich kennt, weiß, ich bin ein Fan vom weiblichen Geschlecht. Aber das mit der Armlänge ist mir gar nicht recht“, reimte Holli I. und forderte zum friedlichen Feiern mit Anstand, Respekt und Spaß an der Freud‘ auf.

Der Prinz betonte erneut seine Liebe zu Stolberg, „eine Stadt, die wirklich toll ist. Da stehe ich zu“. Der närrische Regent gedachte, sich mit den Worten, „ich hoffe, ich bin Euch eine jute Tolli – viel Spaß wünscht Euer Holli“, zu verabschieden, doch es sollte anders kommen.

Denn bald stand er wieder im Rampenlicht, zum Beispiel als die beliebte Party- und Showband „Röbedeuker“, die außerhalb der Session als „Soundconvoy“ bekannt ist, die Tollität ermunterten, mitzusingen. Aus „Hey, wir woll‘n die Eisbären sehen“ wurde kurzerhand „Hey, wir woll‘n den Holli sehen“, und es sollte nicht bei dieser prinzlichen Kooperation bleiben.

Das nächste Gastspiel von Holli I. gab es bei dem Auftritt des Comedy-Zauberers Schmitz Backes, der bestens beim Publikum ankam, zumal der Stolberger Prinz als „Zauberlehrling“ assistierte und auch in dieser Rolle überzeugte.

Die Erste Große mit ihrem Präsidenten Heinz Hartmann präsentierte ihren Gästen eine hochkarätige Mischung aus Musik, Tanz und Rede, in die sich die Programmpunkte aus den eigenen Reihen glänzend einfügten. Zum Beispiel als Kindergardekommandant Felix Poick das Kindermariechen Charlotte (Claßen) sowie die Kinder- und die Jugendgarde der Ersten Großen zu Ehren der Kinderprinzessin Emilie I. (Mehl) und zur Freude des Publikums tanzen ließ. Emilie I. selbst begeisterte mit ihrem Gefolge das Publikum mit einer flotten Hexen-Show. Schwungvoll in des Saal gespielt wurde Holli I. später von den Trompetenbläsern Donnerberg, und Stadtkommandant Rüdiger Fröschen ließ die Herren der Prinzengarde unter viel Applaus tanzen.

Showtanz der Extraklasse servierte die Erste Große ihren Gästen in Form der „Palm Beach Girls“, und für feinste musikalische Unterhaltung sorgten nicht nur die Sitzungskapelle „Skyline“, die „Röbedeuker“ und die Donnerberger Trompeter: Bestens aufgelegt waren auch „Brass on Spass“, die kultige holländische Formation „Jod Jek“ und „Et Klimpermännche“.

Zum Finale der rundum gelungenen Galakostümsitzung erinnerte Erste-Große-Präsident Heinz Hartmann kurz an sein zweites karnevalistisches Standbein und zog den blau-weißen Hut seiner KG Enne Alleen auf, um eine befreundete Gesellschaft zu begrüßen.

Die allerdings ein wenig größer ist als die Kupferstädter KG Enne Alleen, die ausschließlich aus Hartmann selbst besteht. Ein imposantes Bild, das die Herzen der Freunde des traditionellen rheinischen Karnevals höher schlagen ließ, bot die Kölner Funken Artillerie blau-weiß in der Stolberger Stadthalle: Die Blauen Funken waren mit einer „kleinen Abordnung“ in der Kupferstadt aufgeschlagen, so dass gut 150 Kölner Karnevalisten die Bühne füllten.

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