Stolberg - Gabor Szük führt Stolberger Klinik alleine

Gabor Szük führt Stolberger Klinik alleine

Von: Ottmar Hansen
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Gabor Szük bleibt Geschäftsführer des Bethlehem-Krankenhauses in Stolberg. Foto: O. Hansen
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Im Bethlehem-Krankenhaus in Stolberg tagte gestern eine Personalversammlung. Der Belegschaft wurde mitgeteilt, dass Geschäftsführer Gabor Szük bleibt. Foto: O. Hansen

Stolberg. Gabor Szük bleibt Geschäftsführer des Bethlehem-Krankenhauses in Stolberg. Allerdings wird der 62-Jährige das Haus ab 1. Juli im Auftrag des alten Trägers, der Stiftung Katholische Kirchengemeinde St. Lucia, leiten.

Die Caritas Trägergesellschaft West (CTW), die das Haus gerne übernommen hätte, scheidet Ende Juni nach gut einem Jahr aus der Geschäftsführung der Stolberger Klinik aus. Damit wären auch die beiden CTW-Geschäftsführer Gabor Szük und Bernd Koch eigentlich wieder zum Gesellschaftssitz nach Düren zurück gekehrt.

Doch die Aufsichtsräte von CTW und Bethlehem Gesundheitszentrum Stolberg gGmbH einigten sich bei ihrer gemeinsamen Sitzung am Montagabend auf eine andere Lösung: Die CTW und Koch verlassen das Stolberger Krankenhaus. Szük bleibt kaufmännischer Geschäftsführer im Bethlehem. Die CTW-Geschäfte führt er nur noch in reduziertem Umfang weiter.

Zwar hatten sich zuletzt durchaus weitere Interessenten für die Geschäftsführung des Stolberger Krankenhauses mit seinen rund 900 Beschäftigten beim Aufsichtsrat gemeldet, doch offenbar vermissten die Mitglieder darunter den geeigneten Bewerber. So kam es zu der jetzt gefundenen Lösung. Als Szük der Belegschaft gestern Nachmittag die Entscheidung der Gremien im Rahmen einer Personalversammlung mitteilte, gab es Beifall aus Reihen der Mitarbeiter. Offenbar fiel den Beschäftigten nach Wochen der Unsicherheit ein Stein vom Herzen.

Auch Szük freute sich, die Arbeit in Stolberg fortsetzen zu können. „Ich bleibe dem Haus erhalten und werde weiter machen wie in den zurück liegenden Monaten“, versicherte Szük. Entscheidend für seinen Entschluss, die Geschäftsführung im Bethlehem-Krankenhaus zu übernehmen, sei auch gewesen, dass er das Haus jetzt schon seit einem Jahr kenne. Natürlich hätte er die Leitung auch gemeinsam mit der CTW weiter betrieben. Szük: „Aber das hat ja leider nicht funktioniert.“

Doch da er das Potenzial des Hauses gesehen habe, habe er einfach nicht zulassen können, dass „hier das Rad zurück gedreht wird, wenn wir gehen.“ Zuletzt sei hier schon vieles auf den Weg gebracht worden. „Jetzt wollen wir die Früchte auch ernten“, sagte der Jurist, der zuletzt für die CTW weitere fünf Krankenhäuser sowie zwei Seniorenzentren führte, am Donnerstag.

Die Stolberger Klinik mit einem Jahresumsatz von rund 42 Millionen Euro war zuletzt tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter der Leitung der CTW war das Defizit innerhalb eines Jahres fast halbiert worden. Jetzt müsse man an diesem Weg konsequent weiter arbeiten, so Szük. Er nannte als Beispiel die Verpflichtung von Dr. Herbert Röhrig als neuen Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, der seine Stelle zum 1. Juni antreten werde.

Wenn diese Abteilung zur gewünschten Stärke finde, sei ihm um das Stolberger Krankenhaus nicht bange. Aus der Erfahrung als Geschäftsführer der CTW-Kliniken sei ihm rasch klar geworden, dass das Stolberger Haus seine Stärken habe. Es müsse jetzt aber in ruhiges Fahrwasser kommen. Ob es vielleicht später neue Gespräche zwischen St. Lucia und CTW geben werde, ließ Szük offen. „Ich habe versprochen: Solange ich hier bin, läuft es auch ohne. Ich bringe schließlich genügend Erfahrung mit.“

Hans Mülders, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Katholische Kirchengemeinde St. Lucia, sah die Verpflichtung Szüks zum neuen Geschäftsführer als eine Bestätigung für die gute Leistung, die die beiden CTW-Geschäftsführer Szük und Koch in den vergangenen Monaten erbracht hätten. Was Szük in einer schwierigen Zeit aus dem Stolberger Krankenhaus gemacht habe, sei schon beachtlich, so Mülders.

Er sei zuversichtlich, dass dieser Weg nun weiter gegangen werde. Man habe ja jetzt einen ausgewiesenen Fachmann an der Spitze der Geschäftsführung, der seine Kompetenz bereits voll bewiesen habe. Mülders: „Szük ist der richtige Mann an der richtigen Stelle.“

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