Stolberg - Fußgängerin verletzt: Warnung vor Mäusebussarden

Fußgängerin verletzt: Warnung vor Mäusebussarden

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Stolberg. Die Stadtverwaltung Stolberg rät insbesondere Fußgängern und Joggern im Bereich der Nepomucenusmühle zu erhöhter Aufmerksamkeit. In dieser Woche wurde dort eine Fußgängerin durch einen Greifvogel attackiert und am Kopf verletzt.

Ein ähnlicher Vorfall hatte sich bereits 2010 im gleichen Gebiet ereignet. „Vermutlich handelt es sich auch diesmal um einen Mäusebussard, denn diese Vogelart ist für ein solches Verteidigungsverhalten bekannt“, erklärt die städtische Pressesprecherin Petra Jansen. „Die Altvögel beschützen durch die Angriffsflüge ihren Nachwuchs vor Feinden und Störenfrieden im Revier. Und sie belassen es häufig nicht bei Scheinangriffen, sondern setzen auch ihre scharfen Krallen und Schnäbel ein.“ Für Fußgänger kämen diese Angriffe fast immer wie aus heiterem Himmel, da die Elternvögel bei der ersten Attacke häufig von hinten anfliegen.

Als kritische Jahreszeit gilt laut Stadtverwaltung die Ästlingsphase von Mai bis Mitte Juli. In dieser Zeit verlassen die jungen Bussarde die Nester und erkunden das Revier, werden aber gleichzeitig noch von den Eltern versorgt und an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort verteidigt.

Der Mäusebussard, der zu den streng geschützten Arten gehört, besiedelt nahezu alle Lebensräume der hiesigen Kulturlandschaft, sofern geeignete Baumbestände als Brutplatz vorhanden sind. Bevorzugt werden Randbereiche von Waldgebieten, Feldgehölze sowie Baumgruppen und Einzelbäume, in denen der Horst in zehn bis 20 Meter Höhe angelegt wird. Als Jagdgebiet nutzt er das Offenland in der weiteren Umgebung des Horstes. „Zwischen Nepomucenusmühle, Hammstraße und Standortübungsplatz findet er daher einen optimalen Lebensraum vor, so dass sich mögliche Angriffe auch in den gesamten Raum verlagern können“, warnt Jansen.

Ihre Empfehlung: Regelmäßige Jogger und Fußgänger dieser Strecken sollten in der nächsten Zeit möglichst eine Kopfbedeckung tragen, um Verletzungen vorzubeugen. Oder – besser noch – kurzzeitig auf andere Bereiche ausweichen. Bewährt hat sich auch der Stockeinsatz, da Mäusebussarde immer den höchsten Punkt angreifen. Jogger, die bei der Revierdurchquerung einen Stock über den Kopf gehalten haben, blieben nach Angaben der Stadt unverletzt.

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