Fußballturnier: „Adler“ laden zum 26. Budenzauber

Von: Lukas Franzen
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Stolberg. Die Bilanz des SV Breinig in der 25-jährigen Turnierhistorie kann sich sehen lassen: 13 Mal stand der Landesligist bei den Stolberger Hallenstadtmeisterschaften bisher ganz oben auf dem Podest – alleine siebenmal in den vergangenen zehn Jahren. Mehr noch: Kein Endspiel wurde seit 2004 ohne den Rekordsieger bestritten.

Die letzten großen Überraschungen reichen zurück in die Jahre 2008 und 2009, als der FC Adler Werth zunächst solo, ein Jahr später dann als Spielgemeinschaft mit dem SV Gressenich, den Breiniger Sportverein erfolgreich in die Knie zwang.

Doch dass beim Hallenfußball nicht nur Spielfläche, Spielzeit und Torgröße deutlich minimiert werden, sondern damit auch die Klassenunterschiede zwischen den Stolberger Klubs, stellte vor zwei Jahren der damalige C-Ligist TSV Donnerberg eindrucksvoll unter Beweis. Die Vorrunde meisterte der TSV zunächst ohne Punktverlust, bevor er eine Woche später im Halbfinale den Landesligisten VfL 08 Vichttal mit 7:2 deklassierte und sich im Endspiel schließlich nur hauchdünn gegen den zweiten Landesliga-Vertreter, den SV Breinig, mit 1:0 geschlagen geben musste. Eine seltene Finalniederlage setzte es für den SVB hingegen bei der letzten Ausgabe des Stolberger Budenzaubers. Im Traumfinale aus Zuschauersicht jubelte am Ende der Landesliga-Rivale vom Dörenberg.

Spannende Vorrunde

Welche Pokalgeschichten die 26. Ausgabe des Winterturniers um den Sparkassen-Pokal schreiben wird, werden die nächsten beiden Turnierwochenenden entscheiden. In insgesamt drei Vorrundengruppen kämpfen 13 Stolberger Vereine am kommenden Wochenende um acht Finalrundenplätze.

Die wohl spannendste Konstellation findet sich in Gruppe A mit Titelverteidiger VfL 08 Vichttal und den beiden A-Ligisten SG und FC Stolberg. Die drei Fusionsclubs dürften sich die größten Chancen auf die ersten drei Plätze, die hier das Weiterkommen sichern, ausrechnen, während sich die beiden C-Ligisten Grün-Weiß Mausbach und Columbia Stolberg in der Rolle des Underdogs wiederfinden.

Eine klarere Rollenverteilung herrscht indes in der Vierergruppe B. Alles andere als ein Gruppensieg würde Rekordsieger SV Breinig sicherlich als Enttäuschung verbuchen, hat die Elf von Trainer Michael Burlet mit Adler Büsbach und FC Breinigerberg (beide Kreisliga C) und VfR Venwegen (Kreisliga D) doch wahres Losglück erwischt. Dabei ist das Rennen um Qualifikationsplatz 2 hier umso spannender. „Der zweite Platz sollte auf jeden Fall machbar sein“, hofft Günter Mauelshagen, Trainer der Gastgeber Adler Büsbach, dass sein Team die Endrunde nicht von der Tribüne in der Sporthalle des Goethe-Gymnasiums verfolgen muss. Die Chancen der Adler stehen sicherlich nicht schlecht. Denn immerhin hat selbst der Drittplatzierte der beiden Vierergruppen B und C noch eine 50/50-Chance, ein Finalrundenticket zu lösen. In der letzten Vorrundengruppe wollen A-Ligist TSV Donnerberg und B-Ligist ASA Atsch nichts anbrennen lassen. Frei aufspielen können hingegen die Außenseiter von BSC Schevenhütte und DJK Sportfreunde Dorff (beide Kreisliga D). In das große Finale der Hallenstadtmeisterschaft schafften es die Gastgeber von Adler Büsbach, damals noch in der Kreisliga A spielend, übrigens im Jahre 2006. Zwar erzielten die Adler mit ihrem Finaleinzug bei einem Hallenturnier in Merkstein vor kurzem einen Achtungserfolg. Eine Wiederholung bei der Stadtmeisterschaft hält Günter Mauelshagen allerdings für äußerst unrealistisch. „Breinig, Vichttal, Donnerberg und die SG Stolberg sind für mich die klaren Favoriten auf den Turniersieg.“ Trotzdem habe das Turnier für seinen Verein als Ausrichter einen sehr hohen Stellenwert. „Deswegen haben wir bereits einige Trainingseinheiten in einer Aachener Soccerhalle absolviert, um uns optimal vorzubereiten“, so das Trainerurgestein.

Damenturnier am Finalsonntag

Auf eine noch beeindruckendere Bilanz als der SV Breinig bei den Männern können die Damen des VfR Venwegen in ihrer deutlich jüngeren Turnierhistorie zurückblicken. Seit dem ersten Damenwettbewerb im Jahre 2010 haben die VfR-Kickerinnen alle vier Turniere für sich entschieden und sind somit auch in diesem Jahr klarer Favorit auf den Hallenstadtmeistertitel. Anders als im letzten Jahr werden ihre drei Partien am zweiten Turnierwochenende zwischen den Finalgruppenspielen der Männer stattfinden. Unverändert geblieben ist hingegen die Teilnehmerzahl. Herausgefordert werden die Titelverteidigerinnen des VfR Venwegen vom FC Breinigerberg und den Gastgeberinnen von Adler Büsbach.

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