Fusion mit der Bürgerinitiative auf den Weg gebracht

Von: Jan Schlegelmilch
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Arbeiten bis zur Fusion in dieser Kostellation zusammen: Die Mitglieder des Vorstands des HVV Schevenhütte. Foto: J. Schlegelmilch

Stolberg-Schevenhütte. Das Votum der Mitgliederversammlung fiel eindeutig aus: Der Heimat- und Verkehrsverein Schevenhütte (HVV) hat sein Vorstandsteam nahezu komplett wiedergewählt.

Allerdings haben die Mitglieder ebenso entschieden, dass der Vorstand in dieser Konstellation nicht mehr lange zusammen arbeiten wird. Grund dafür sind aber nicht etwa Unstimmigkeiten innerhalb des Vereins, sondern eine ebenso eindeutige Entscheidung, die den Vorstand des HVV jedoch besonders freuen dürfte: Der Heimat- und Verkehrsverein und die Bürgerinitiative Schevenhütte (BIS) wollen fusionieren.

„Eine Umfrage bei den Mitgliedern hat bisher zu einer allgemeinen Zustimmung zu einer Verschmelzung von BIS und HVV geführt”, berichtet der alte und neue HVV-Vorsitzende Edi Joßet, der zusammen mit der Vorstandsmannschaft die Fusion der beiden Vereine zuletzt forciert hat.

Ratschläge zur rechtlichen Situation hat sich Joßet dabei vom Vorsitzenden des Fußballvereins VfL Vichttal geholt, der 2008 aus den beiden Klubs VfL Zweifall und VfB Vicht hervorgegangen ist. So sollen die Mitglieder der BIS bei ihrer nächsten Versammlung im Februar die formale Auflösung des Vereins beschließen, um im nächsten Schritt dem HVV - der im Vereinsregister bestehen bleibt - beizutreten.

Der Vereinsname wird dann noch in Heimatverein oder Bürgerverein geändert, ein neuer Vorstand mit Vertretern aus HVV und BIS gewählt - und schon ist die Fusion abgeschlossen.

„Wir haben die Satzungen beider Vereine so abgeändert, dass das Vereinsvermögen der BIS bei der Auflösung des Vereins in den Besitz des HVV übergeht”, macht Edi Joßet deutlich, dass die Verschmelzung nur noch reine Formsache ist. Sinnvoll ist sie darüber hinaus in jedem Fall, wie die Vergangenheit belegt.

Beide Vereine haben stets eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet, oft gemeinsame Sitzungen abgehalten und engagierte Schevenhütter waren und sind teilweise in beiden Vorständen aktiv. Noch überzeugender ist da wohl nur das Argument, dass beide Vereine mit der Erhaltung und Förderung der Lebens- und Wohnqualität in Schevenhütte eine gemeinsame Zielsetzung haben.

Gegründet wurde der HVV nach mündlicher Überlieferung schon 1932. Während die Vereinsarbeit früher noch zusätzlich die Förderung des Fremdenverkehrs in Schevenhütte umfasste, konzentriert man sich heute mehr auf die Verschönerung und Erhaltung des Ortsbildes und macht die Politik auf Probleme im Dorf aufmerksam. Die BIS hatte sich hingegen 1979 formiert, um den Plänen eines Ausbaus der Ortsdurchfahrt in Schevenhütte entgegenzutreten. Seitdem haben sich die Bürger für viele Angelegenheiten eingesetzt.

Gemeinsam hatten beide Vereine zuletzt mit Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Vertretern der Politik kooperiert und vereinbart, über die Planungsfortschritte bei der Osttangente informiert zu werden. Schon bald aber wird es nur noch ein gemeinsamer Verein sein, der die Belange der Schevenhütter Bürger vertritt.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Edi Joßet; 2. Vorsitzender: Michael Engels; 1. Schriftführer: Manfred Wolff; 2. Schriftführer: Anneliese Joßet; 1. Kassierer: Hubert Deutz; 2. Kassierer: Willi Dantz; Beisitzer: Marianne Mundt, Werner Herzog, Walter Holz.
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