Fürs Bethlehem-Krankenhaus gibt es kein Geld vom Kreis Aachen

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Stolberg. Kein Geld aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung erhält das Bethlehem-Krankenhaus.

Dessen Verwaltungsdirektor Thomas Schellhoff hatte in einem Schreiben an den Kreis Aachen Mittel in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro für sieben verschiedene Projekte beantragt.

In dem nun vom Kreis vorgelegten Maßnahmenkatalog taucht das Stolberger Krankenhaus allerdings nicht auf.

Grund: Der Kreis Aachen, der insgesamt 6,5 Millionen Euro zu vergeben hat, begünstigt damit vornehmlich Einrichtungen, die sich in Kreisträgerschaft befinden.

Das heißt, dass neben mehreren Schulen des Kreises - die Regenbogenschule in Stolberg erhält mit 1,1 Millionen Euro den größten Einzelbetrag - zwar auch das Medizinische Zentrum in Würselen, nicht aber das Bethlehem-Krankenhaus bedacht wird.

Schellhoff hatte in seinem Schreiben an den Kreisdezernenten Axel Hartmann damit geworben, dass zusätzliche Investitionen in Kliniken einer Studie zufolge zu einem überdurchschnittlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts führten.

Mit rund 1 Milliarde Euro würden demnach 2,8 Milliarden Euro bewegt und 34.000 Arbeitsplätze gesichert.

„Die von der Prognos AG erstellte Studie belegt, dass Investitionen in die Krankenhäuser eine nachhaltige Wirkung auf die Konjunktur und die Arbeitsplätze in Deutschland haben”, so Schellhoff.

Der Verwaltungsdirektor des Bethlehem stützt sich auch auf eine Forderung der deutschen Krankenhausgesellschaft, die Krankenhäuser im zweiten Konjunkturprogramm zu berücksichtigen, weil dort ein hoher Investitionsbedarf herrsche.

Anders als das Medizinische Zentrum in Würselen, dass sich in Kresiträgerschaft befindet, steht das Bethlehem-Krankenhaus aber in privatwirtschaftlicher Trägerschaft durch die Kirchengemeinde St. Lucia.

Deshalb gibt es nicht nur kein Geld vom Kreis Aachen, auch Zuwendungen von der Stadt Stolberg darf das Krankenhaus wohl nicht erwarten.

Zwar hat die Stadt - anders als der Kreis - noch immer keine Prioritätenliste vorgelegt, nach der Maßnahmen finanziert werden sollen, doch ist auch hier davon auszugehen, dass allein städtische Projekte profitieren werden.

Dem Bethlehem-Krankenhaus, dass sich zurzeit ohnehin im Umbau befindet, bleiben demnach nur zwei Möglichkeiten: entweder die geplanten Projekte selbst zu finanzieren oder aber abzuspecken.

Dazu gehören unter anderem Wärmedämmungsmaßnahmen und Fassadenerneuerungen zur besseren Energieeffizienz, eine neue Aufzugsanlage und Sicherungsmaßnahmen in Gebäude A sowie eine Erneuerung der Elektroversorgung und Brandschutzmaßnahmen.
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