Für jede alte „Birne” gibts eine Sparlampe

Von: Heike Eisenmenger
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Das macht Laune: Strampeln auf
Das macht Laune: Strampeln auf dem Pedelec beim 6. Energiespartag am Samstag rund um in der EWV.

Stolberg. Draußen herrschen immer noch Temperaturen wie in der Tiefkühltruhe, und drinnen bollert die Heizung. Damit rattert auch der Zähler ohne Unterlass - und das ist teuer. Energiesparen ist mehr denn je ein viel diskutiertes Thema.

Welche Art von Heizung ist die richtige für mich? Amortisiert sich die Anschaffung des Öko-Wäschetrockners?

Fragen über Fragen

Fragen über Fragen, die beim Energiespartag 2012 am Willy-Brandt-Platz beantwortet wurden. Wie sehr der Verbraucher nach Information lechzt, zeigt die große Resonanz beim 6. Energiespartag am Samstag. Laut der Energie- und Wasser-Versorgung (EWV) GmbH kamen rund 750 Besucher.

Energiesparen ist ein weit gestecktes Feld. Um unterschiedliche Sparten wie etwa energetische Altbausanierung abzudecken, band die EWV in ihren Aktionstag diverse Vereine ein. Vertreten waren die Energieberatung NRW, die Verbraucherzentrale, „altbau plus” und „effeff.ac”. Erörtert wurde Energiesparen mit Experteninterviews auf der Bühne, bei denen die Besucher auch Fragen stellen konnten. Ein Bereich im Foyer des EWV-Gebäudes war der Haushaltsgeräte-Ausstellung vorbehalten.

Dort war das Reich von Klaudia Ratzke. Die Energieberaterin sorgte für den Durchblick und erklärte, was es Abkürzungen und Typenbezeichnung von Elektrogeräten bedeuten. Auch das Angebot, mit EWV-Mitarbeiter am Schreibtisch ein Beratungsgespräch zu führen, wurde gerne angenommen. Ein Besuch lohnte sich für die meisten, da bestehende EWV-Verträge unbürokratisch dem günstigsten Tarif angepasst wurden.

Großer Andrang herrschte auch am Glühbirnenstand. „Tausche alt gegen neu”: Wer eine herkömmliche Glühbirne mitbrachte, bekam dafür eine nagelneue Energiesparlampe. Die Plexiglassäule mit alten Glühbirnen war schnell voll und das vorgesehene Kontingent an neuen Sparlampen musste aufgestockt werden, erzählte Yvonne Rollesbroich von der EWV-Pressestelle.

Damit Eltern Zeit und Muße fanden, sich über intelligente Heizsysteme, energiesparende Haushaltsgeräte und Beleuchtung oder auch mit Strom betriebene Fahrräder zu informieren, hatte die EWV Wert auf Kinderbetreuung gelegt. Es gab ein Spielzimmer mit Betreuung und Kinderschminken, und Zauberer Tulino machte mit wenigen Handgriffen aus Luftballons Hunde und Häschen.

Zum Energiespartag konnte man getrost ohne Geldbörse kommen: Kuchen und Getränke gab es gratis, ebenso das gemeinsame Foto mit Power Paul, dem Maskottchen mit den knallgelben Haaren.

Im Fokus des Energiespartags 2012 standen Autos und Roller, die mit dem „Saft” aus der Steckdose statt mit Kraftstoff fahren, aber auch Pedelecs, also Fahrrädern mit elektronischer Tretunterstützung. Vorgestellt wurde zudem ein neues Heizungssystem, das zwar noch in der Testphase ist, aber trotz der vergleichsweise hohen Anschaffungskosten vielversprechend zu sein scheint.

Doch zunächst zum Auto, des Deutschen liebstes Kind: Der Opel Ampera mit 150 PS und dank ausgeklügelter Hybridtechnik mit einer Reichweite von fast 600 Kilometer erregte allgemeines Interesse. Einige Besucher vereinbarten einen Termin für eine Probefahrt. Die fehlende Infrastruktur ist der Schwachpunkt der mit Strom betriebenen Autos, aber es wird gearbeitet, das Netz auszubauen.

Der Umwelt zuliebe

Dazu gehört auch, dass es mehr Aufladestationen in Parkhäusern oder auch auf öffentlichen Plätzen geben wird. „In Zukunft wird es so sein, dass man jedes Fahrzeug zu Hause aufladen kann. Das Bewusstsein für Energiesparen in der Bevölkerung nimmt stetig zu. Dabei geht es vielen nicht nur ums Geld - „der Aspekt, die Umwelt zu schonen, wird für immer wichtiger”, bilanzierte Michaela Humphries von der Pressestelle.

In der Städteregion keine Erdgas-Engpässe

Das „Minikraftwerk für zu Hause” war einer der Neuheiten, die beim Energiespartag 2012 vorgestellt wurde. Bislang wurde das Minikraftwerk nur für Gebäude mit einem hohen Energiebedarf wie beispielsweise einer Schule genutzt.

„Im Rahmen eines Feldversuches in der Städteregion wird getestet, ob dass das Minikraftwerk wie angenommen auch für ein Zweifamilienhaus trotz der höheren Anschaffungskosten rentabel ist”, erzählt Energieberater Dietmar Grot. Erste Auswertungen seien vielversprechend. Die Energieeinsparungen konnten, sofern zuvor ein altes Heizsystem benutzt wurde, halbiert werden, berichtete Grot.

Die Kältewelle Europa hat große Teile fest im Griff. Meldungen über eingeschränkte Gaslieferungen aus Russland verunsichern viele Bürger. Yvonne Rollesbroich von der EWV-Pressestelle gibt Entwarnung: „Unsere Kunden können ganz unbesorgt sein. Auch wenn Lieferschwankungen auftreten, sorgt ein Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen in der Gaswirtschaft dafür, dass die Erdgasversorgung bis zum Ende der Heizperiode sicher gestellt ist.”

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