Für Frisch-Froh ist es jetzt schon Fünf vor Zwölf

Von: Lars Brepols
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Jetzt ist voller Einsatz gefragt: Frisch-Froh Stolberg hat jetzt nur noch Endspiele vor der Brust. Foto: G. Severens

Stolberg. „Kaum ein Auge zu gemacht” hat Josef Zschau nach dem 6:0-Debakel seiner Mannschaft gegen die SG Werth/Gressenich am vergangenen Wochenende. Dabei hatte der Trainer des Fußball-A-Ligisten Frisch-Froh Stolberg in der ersten Hälfte ein ausgeglichen Spiel gesehen.

„Bis zur Pause haben wir gut gespielt. Wir hatten klarste Chancen in Führung zu gehen”, trauert der Coach den vergebenen Möglichkeiten noch nach. Doch trotz bester Einschussmöglichkeiten ging der Gastgeber in der 39. Minute in Führung. Nach dem Seitenwechsel nutze Werth/Gressenich einen kapitalen Abwehrfehler zum 2:0. „Nach dem 3:0 war dann die Moral gebrochen”, weiß Zschau, der die Mannschaft als Trainer erst nach der Winterpause übernommen hatte.

Nach der Niederlage in Weisweiler (2:0), der Heimpleite gegen Vichttal II (3:2) und dem 0:6 fällt die erste Bilanz unter dem neuen Coach äußerst mager aus. Das Team von der Stadtrandsiedlung liegt als Tabellenletzter schon acht Zähler hinter dem womöglich rettenden 14. Platz, den aktuell der SC Bardenberg belegt. Sollten Vertreter aus dem Kreis Aachen aus der Bezirksliga absteigen, müssten gegebenenfalls am Saisonende auch der Tabellendreizehnte und -vierzehnte in die Kreisliga B absteigen.

Trotzdem will „Jupp” Zschau den Kopf noch nicht in den Sand stecken: „Die spielerische Qualität ist vorhanden, jedoch ist der Kader zu klein.” Vor allem an der nötigen Spritzigkeit mangele es derzeit.

„Wir haben viele Spieler im höheren Fußballalter, da merkt man schon einen Unterschied, wenn es gegen die meist 20- bis 25-jährigen Gegenspieler geht”, hat der Coach die Defizite in der Kaderzusammenstellung vor der Saison erkannt.

Erschwerend komme hinzu, dass sich Frisch-Froh durch unnötige rote Karten immer wieder selber das Leben schwer mache. „Am Wochenende haben wir so wieder einen Stürmer verloren. So etwas darf in unserer jetzigen Situation einfach nicht passieren”, sagt Zschau, der sich nicht erinnern kann, als Spieler selbst einmal 0:6 verloren zu haben. So liegt es auf der Hand, dass die Rufe nach einem Comeback des ehemaligen Alemannia-Profis immer lauter werden. „Eigentlich möchte ich meine Schuhe nicht noch einmal schnüren. Wenn es jedoch eng werden sollte, muss man schauen”, schließt Zschau ein Comeback nicht vollends aus.

Am Wochenende muss seine Mannschaft zu Hause gegen den Tabellenvierten Concordia Oidtweiler antreten. „In unsere Situation gibt es keine einfachen Spiele mehr”, weiß Zschau, der sein Team in dieser Woche moralisch aufrichten möchte. „Die Jungs ziehen im Training gut mit, aber wir müssen unbedingt die unglaublichen Abwehrfehler abstellen”, hofft Zschau, am Wochenende wieder besser schlafen zu können.
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