Stolberg - Für 470 I-Dötzchen beginnt diese Woche der Ernst des Lebens

Für 470 I-Dötzchen beginnt diese Woche der Ernst des Lebens

Von: aik/oha
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Rechtzeitig fertig zum Start ins Schuljahr ist die erweiterte Haltestelle an der Walther-Dobbelmann-Straße. Sie wird von Real-, Gesamtschülern und Gymnasiasten genutzt. Damit Kinder und Busse sich nicht in die Quere kommen, wurde die Aufstellfläche mehr als verdoppelt. Foto: Lange

Stolberg. Für 470 I-Dötzchen beginnt ab Mittwoch an den Stolberger Grundschulen der Ernst des Lebens. Sie werden nach der Kindergartenzeit in die 1. Schulklasse eingeschult. Die Kölner Bezirksregierung teilte am Dienstag weitere Zahlen mit.

So werden nach den Ferien knapp 559.000 Schüler an den Schulen im Bezirk unterrichtet. Rund 1100 weniger als noch im Vorjahr. Die Zahl der Lehrkräfte ist zum aktuellen Zeitpunkt im Bezirk leicht angestiegen auf 43.892 Lehrerinnen und Lehrer, rund 30 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Grundschüler wird für die Städteregion mit 18.086 Kindern angegeben, darunter sind 4331 Erstklässler. Im vergangenen Schuljahr waren es 18.141 Schülerinnen und Schüler, darunter 4448 Erstklässler.

Trotz der großen Zahl der ankommenden Flüchtlinge könne der Unterricht im neuen Schuljahr ordnungsgemäß beginnen, sagt Regierungspräsidentin Gisela Walsken. Dort wo Turnhallen für die Unterbringung der Flüchtlinge benötigt würden, wie inzwischen auch in Stolberg, bittet Walsken die betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern um Verständnis. Ausdrücklich bedankte sich Walsken am Dienstag bei allen Kommunen und engagierten Ehrenamtlern für ihren Einsatz für die Betreuung der Flüchtlinge.

In der Stadt Stolberg werden in dieser Woche 470 Kinder neu eingeschult. Die Grundschule in Atsch nimmt 46 neue Schülerinnen und Schüler auf, die GS Bischofstraße 72, die GS Breinig 52, die GS Gressenich 45, die GS Grüntal 52, die GS Hermannstraße 44, die GS Donnerberg 50, die GS Mausbach 27, die GS Prämienstraße 45 und die Grundschule Zweifall 37.

Eine neue Gesamtschule wird es in Würselen geben, die Gesamtschule in Stolberg läuft seit dem Schuljahr 2012/2013. Ein Jahr später wurde die Sekundarschule in Stolberg eingerichtet.

Immer wichtiger für alle Kommunen im Regierungsbezirk Köln wird das Thema Inklusion. Der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern und Jugendlichen in einer Klasse soll sich künftig durchsetzen. So ist die „Inklusionsquote“ von 37,06 Prozent im abgelaufenen Schuljahr auf 41,5 Prozent im Jahr 2015/2016 in den Grundschulen und Sekundarschulen ausgeweitet werden.

Gemeinsames Lernen findet schulformübergreifend statt. Das heißt: Alle Schulformen werden eingebunden. So sollen im Schuljahr 2015/2016 im Regierungsbezirk insgesamt 31.948 Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf unterrichtet werden. Davon besuchen 5567 Kinder eine Grundschule und 7690 Schülerinnen und Schüler die Sekundarschule. Aber auch an den Einrichtungen anderer Schulformen soll Inklusion gelebt werden. 26 Förderschulen wurden zuletzt im Regierungsbezirk Köln aufgelöst. Außerdem sieben Hauptschulen, zwei Realschulen, zwei Sekundarschulen und sieben Grundschulen.

Nach der Zuweisung von Flüchtlingen in die Gemeinden gilt für deren Kinder die Schulpflicht wie für alle anderen Kinder und Jugendlichen in NRW. Auf Grund der hohen Anzahl von Betroffenen müssen allerdings Vorbereitungsklassen für die jeweiligen Schulformen gebildet werden. Die Bezirksregierung hat im abgelaufenen zweiten Schulhalbjahr deshalb schon 82 zusätzliche Lehrerstellen mit der Qualifikation „Deutsch als Zweitsprache“ besetzt. Lehrerinnen und Lehrer werden zudem durch umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Vor allem in den Grundschulen ist das für die Pädagoginnen und Pädagogen eine neue Herausforderung.

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