„Fünflinge“ begeistern Publikum mit A-cappella-Konzert

Von: Marie-Luise Otten
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Die Fünflinge überzeugen nur mit dem Klang ihrer Stimme. Instrumente nutzen sie keine – die stimmen sie selbst mit an. Foto: Marie-Luise Otten

Stolberg. Auf überwältigende Resonanz stieß das A-cappella-Konzert der „Fünflinge“ in der Stolberger Burg. Komplett ausverkauft – 20 Gäste mussten enttäuscht nach Hause gehen – war der Rittersaal beim dritten Konzert im Rahmen des Stolberger Musiksommers.

Mit Udo Dohlen, Tenor 1, Thomas Spiekermann, Tenor 2, Michael von der Weiden, Tenor 3, Olaf Korr, Bariton, und Thomas Mertes, Bass, hatte das Team um den Musiksommer eine Trumpfkarte gezogen. Allein mit der menschlichen Stimme wie eine Band zu klingen, das hatte was.

Die „Fünf“ wechselten sich ab bei Moderation, Gesang und an den „Instrumenten“. Da wurde gesummt, gebrummt, gezischt und geschnalzt. Mit dem Mikro in der Hand und in buntes Licht eingetaucht starteten sie mit dem Basta-Stück „Wer hat eigentlich gesagt, dass Männer und Frauen nie Freunde sein können“. Dabei beherrschte das Quintett einen sehr ausdrucksstarken Gesangsstil. Es folgten der Stevie Wonder Hit „You are the Sunshine of my Life“ und das „Lullabye“ von Billy Joel. Das aktuelle Programm setzte sich aus lustigen, nachdenklichen und auch melancholischen Stücken in deutscher oder englischer Sprache zusammen.

So komplex und klippenhaft die Arrangements von Yannick Flaskamp, Christoph Kalz, Holger Kolodziej, Josef Otten und den King’s Singers auch waren, die charmanten Männer meisterten die einzelnen Stücke durch hohe Qualität und einzigartige Bühnenpräsenz. Sofort sprang der Funke beim Publikum über. Die Zuhörer waren einfach nur begeistert und zollten immer wieder tosenden Beifall. Wie der Beziehungswahn einen Menschen aus der Bahn werfen kann und wie der dann durch die Kraft der Musik wieder zurückfindet, demonstrierte Thomas Mertes mit dem Lied „Nur für Dich“ von den Wise Guys. Grover Wahington Jr. schrieb „Just The Two Of Us“, ein Stück über die Vaterfreuden und das Mutterglück bei der Geburt des ersten Kindes, ein Stück, das berührte.

„Liebe ist universell und intergalaktisch“, so Udo Dohlen, „aber sie kann auch schmerzhaft sein“, und dies demonstrierte das Vokalensemble mit dem inzwischen schon zum Klassiker gewordenen Basta-Song „Bindungsangst“. Das Publikum durfte hier mitsingen und genoss förmlich das gemeinsame Tun. Nach der Pause sangen die fünf Stimmakrobaten neben weiteren Titel von Billy Joel, der Kölner Basta-Formation und den Wise Guys auch Songs von Cole Porter, Michael Bublé und Leonhard Cohen. Immer war zu spüren, dass die Vokalgruppe den Sinnzusammenhang des Gesungenen genau kannte und hinter der Aussage stand. Die so erzeugte Spannung konnte problemlos gehalten werden.

Das wohl schönste Lied der Popmusik, John Miles „Music was my first love“ wurde perfekt in Szene gesetzt. Es sollte das letzte Stück des Abends sein, doch das Publikum forderte noch zwei Zugaben. Zwei Geburtstagskinder waren ganz aus dem Häuschen, als sie mit einem Geburtstagsständchen von den Wise Guys bedacht wurden. Bei „Ein Feuerzeug“ von Basta brannten im Saal zwei Dutzend und dazu noch Wunderkerzen. Mit zum Gelingen dieses Konzertnachmittags trugen Tim (13) und Christian (16) Spiekermann bei. Sie sorgten für Licht und Technik, so dass nahezu alles reibungslos verlief.

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