Fünf Vereine fürchten Nachzahlungen

Von: Kolja Linden
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In Sachen Energieeffizienz hat der Stolberger SV den Durchblick: Auf der Sportanlage Rotsch wird mehr gespart als bei allen an deren Vereinen im Stadtgebiet. Foto: K. Linden

Stolberg. Für Diskussionsstoff ist gesorgt, wenn am kommenden Mittwoch im Rathaus der Sportausschuss zusammentritt. Dann nämlich steht die Energieabrechnung der Fußballvereine für das Jahr 2007 auf dem Programm, und die hat es in sich - in positiver wie negativer Hinsicht.

Denn auf den SV Breinigerberg, der erst kürzlich mit einem Bittbrief an die Stadt in die Öffentlichkeit gegangen ist, kommt erneut eine deftige Nachzahlung zu. Mit 2572 Euro über dem Richtwert ist der Verbrauch noch einmal gestiegen (2006: 2378 Euro).

Und doch wird der Verein nicht klein beigeben, wenn es darum geht, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um von den Nachzahlungen verschont zu werden. „Das wären für beide Jahre fast 5000 Euro, das können wir nicht leisten”, sagt Anton Küffen.

Der FC-Geschäftsführer bringt stattdessen ein Argument ins Spiel, dass er schon für die hohen Kosten in 2006 angeführt hatte, und das durchaus seine Berechtigung hat: Die Fußbodenheizung im Vereinsheim, die als solche einmalig im Stolberger Fußball ist.

Weil diese langsam arbeite und eine hohe Oberflächentemperatur brauche, müsse sie schon Tage vor der eigentlichen Nutzung in Gang gesetzt werden und eigentlich dauerhaft laufen, was zwangsläufig hohe Kosten verursache, so Küffen.

Tatsächlich machen die Heizkosten mit 2148 Euro mehr als 80 Prozent des gesamten höheren Verbrauchs in Breinigerberg aus, der Rest entfällt auf Strom (262 Euro) und Wasser (162 Euro).

Mögliche Nachzahlungen wegen zu hohen Energieverbrauchs kommen noch auf vier weitere Vereine zu, wobei die Richtwertüberschreitung bei ASA Atsch mit 198, Grün-Weiß Mausbach mit 93 und dem SC Münsterbusch mit 69 Euro relativ gering ausfällt.

Alle Klubs bekommen auch diesmal wieder die Gelegenheit, eine Stellungnahme abzuliefern, die von der Stadt dann geprüft wird. Deshalb steht die Entscheidung über eventuelle Rückforderungen gegen die betroffenen Klubs auch noch nicht auf der aktuellen Tagesordnung des Sportausschusses, sondern erst auf der für die Sitzung am 24. Juni.

Bis dahin heißt es für die Vereine also argumentieren, hoffen, und bangen. Das gilt auch für den SV Gressenich, der mit 2851 Euro Überschreitung im Jahr 2007 den Vogel abgeschossen hat.

Ein echtes Vorbild in Sachen Energieeinsparung ist dagegen der Stolberger SV, der nicht nur zum zweiten Mal in Folge die Liste der „Sparkönige” anführt, sondern sich noch einmal deutlich verbessern konnte.

Satte 10.742 Euro hat der Verein von der Rotsch eingespart (2006: 7562 Euro). Dafür wird dem SV, wenn der Sportausschuss dies erwartungsgemäß beschließt, ein Motivationsbonus in Höhe von 6445 Euro ausgezahlt.
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