Frühlingskonzert: Chorgemeinschaft Gressenich mit Höchstleistung

Von: mlo
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Die Chorgemeinschaft Gressenich unter Leitung von Gerda Fiedler weiß mit einem unterhaltsamen Konzertprogramm zu begeistern. Foto: M.L. Otten

Stolberg-Gressenich. „Überall auf der Welt singt man gern Lieder“, heißt eine Neubearbeitung des Gefangenenchors aus Nabucco von Verdi, und mit diesem vierstimmigen a cappella vorgetragenen Lied eröffnete die Chorgemeinschaft Gressenich unter Leitung von Gerda Fiedler ihr Frühlingskonzert im Gressenicher Pfarrheim.

Die musikalische Weltreise begann im fernen Osten mit dem Taigalied, ging in die USA mit „Glory Halleluja“ und dann in die große Mausefalle mitten in Paris. Vor der Pause waren die Damen und Herren in Italien angekommen, wo sie zu der wohltuenden Klavierbegleitung von Elke Hoffmann-Kittel vom blauen Himmel, weißen Wolken, schwarzen Augen und rotem Wein sangen.

Es war ein unterhaltsamer Abend für die zahlreichen Zuhörer, denn die bunt gemischten Songs sorgten einfach für gute Laune.

Auch mit dem Männergesangverein Polyhymnia aus Mariadorf als Konzertpartner hatten die Gresse­nicher einen guten Griff getan. Der in dem alten Bergarbeiterort, der 1972 nach Alsdorf eingemeindet wurde, gegründete Chor zählte in Gressenich über 30 sangesfreudige Herren, die mit ihrem Leiter, Musiklehrer Rudolf Casper, ihren musikalischen Reigen von Deutschland über Dalmatien, Slowenien, Kroatien bis nach Italien spannten. In dem liebevoll zusammengestellten Programm wechselten sich beeindruckende Klangfülle und beherzte Intonationen in einer stimmungsvollen Ausgewogenheit ab.

Franz Schuberts „Abendrot“ und der slowenische Weinstrauß mit dem Bariton-Solo von Heinz Kurtz waren ein besonderes Klangerlebnis. Die „Träume von Sorrent“ in Klavierbegleitung von Rudolf Casper erinnerten an einen Traumurlaub zwischen Neapel und der Amalfiküste. Mit dem begleiteten Lied der Fischer „Vicin o mare“ setzten die Sänger einen glanzvollen Schlusspunkt. Das Publikum war begeistert und forderte noch eine Zugabe, die der Männerchor mit dem Bajazzo-Lied „Warum bist du gekommen“ von Ruggiero Leoncavallo gerne erfüllte. Die Mundharmonika spielte Hans Zander.

Der letzte Block gehörte wiederum der Chorgemeinschaft Gresse­nich und ihren Ohrwürmern aus der gehobenen Unterhaltungsmusik. Elke Hoffmann-Kittel begleitete die Damen und Herren zunächst nach Kuba, wo sie mit dem zündenden „Guantanamera“ das Publikum in ihren Bann zogen. Robert Stolz lud in den Prater nach Wien ein, Ort nostalgischer Träu­me, und aus Amsterdam kamen die Tulpen, „tausend rote, tausend gelbe“ für die Liebste im Mai. Sehnsucht nach der Heimat, in diesem Fall Griechenland, versprühte der Erfolgshit „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens. Spanisches Flair in das schön geschmückte Gresse­nicher Pfarrheim brachte der Liedvortrag „Eviva Espana“. Dabei gelang es dem Chor, die verschiedenen Tempiwechsel mühelos zu bestreiten. Das einfühlsame Dirigat von Gerda Fiedler und die fantasievolle Begleitung von Elke Hoffmann-Kittel spornten die Aktiven zu Höchstleistungen an. Die musikalische Weltreise endete mit Willi Ostermanns „Heimweh nach Köln“ in einer Bearbeitung von Gerda Fiedler.

Nach dem Schlussapplaus wurde als Zugabe noch einmal der unvergessene Schlager „Tulpen aus Amsterdam“ vom Schlagerkönig Ralf Arnie wiederholt.

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