„Frühjahrsputz” auf Werther Heide: 200 Hände helfen bei Naturpflege

Von: Dirk Müller
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Stolberg-Werth. Strahlend erhellt die Sonne die Werther Heide, ein Mäusebussard zieht majestätisch seine Kreise über dem Naturschutzgebiet und die Aktivisten des Arbeitskreises Naturschutz Stolberg genießen die Ruhe in der beschaulichen Landschaft. Noch - denn aus der Ferne ist ein Stimmengewirr zu vernehmen, das sich hörbar nähert.

100 Schüler haben sich von der Mausbacher Grundschule aus auf den Weg durch die Felder gemacht, mit dem Ziel Werther Heide. Sie haben eine Mission: die Pflege der Natur. Die Kinder der Klassen 3a, 3b, 4a und 4b werden begleitet von ihren Lehrerinnen und Betreuern und angeführt von Norbert Franzen, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Naturschutz und ehemaligen Lehrer an der Mausbacher Grundschule.

Franzen teilt den vier Klassen verschiedene Bereiche der Heide zu, und die Schüler schwärmen voller Tatendrang aus. Emsig sammeln 200 flinke Kinderhände bereits geschnittene Gehölze und Gebüsche vom Boden auf, um diese eifrig auf einen Anhänger des AK Naturschutz zu laden. Wer sich traut, darf auch auf den Anhänger steigen, um das Geäst plattzustampfen.

„Mit dieser Arbeit bereiten wir das Biotop, das Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet, auf den Frühling vor. Das Schneiden und Aufsammeln von Sträuchern und Holzgewächsen ist eine Art Frühjahrsputz, die Pflege, die die Werther Heide vor Verbuschung und Verschattung des Freilands schützt”, erklärt Franzen. Die Zusammenarbeit des Arbeitskreises mit den Grundschülern feiert auf der Heide zwischen Mausbacher Industriegebiet und Werth ein kleines Jubiläum, denn seit nunmehr zehn Jahren pflegen die Naturschützer gemeinsam mit den Schulkindern das Areal.

„Der Arbeitskreis Naturschutz Stolberg hat knapp sieben Hektar des Naturschutzgebiets erworben, um es optimal erhalten und pflegen zu können”, sagt Frantzen. „Als Eigentümer des Landes haben wir allerdings einen Teil davon an einen Bauern verpachtet. Dieser hält sich bei der Nutzung der Wiese absolut vorbildlich an die Naturschutz-Vorgaben, die wir ihm als Bedingung für die Pacht vorgeben”, erläutert er das hohe Engagement des Arbeitskreises zu Gunsten der Natur.

Derweil wuseln 100 Nachwuchs-Naturschützer immer noch geschäftig durch die Heidelandschaft. Unermüdlich schleppen sie mehr und mehr Äste und Gestrüppe zu dem großen Anhänger, dessen Kapazität fast ausgereizt ist, und für die Werther Heide - jetzt von Sträuchern, Gebüschen und Gehölz befreit - kann der Frühling kommen.
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