Früh die Freude an Politik gefunden

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Tritt für die FDP in der Region bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen an: Anke Göbbels. Foto: S. Essers

Stolberg. Bereits seit 1848 prägt das Städtische Gymnasium das Bild von Eschweiler. Eine Schülerin erinnert sich besonders gerne an ihre Zeit auf dem „Städti“ zurück: Anke Göbbels. Für die Eschweilerin, die in diesem Jahr für die FDP in der Region für den Landtag kandidiert, zählt die Schule zu ihren Lieblingsorten. Das liegt vor allem an den Erinnerungen, die sie damit verbindet.

„Zwei meiner engsten Freundschaften sind hier entstanden und bestehen auch heute noch. Ich verbinde diesen Ort vor allem mit ganz besonderen Menschen“, sagt Göbbels. In Eschweiler ist Anke Göbbels, die ihren Zweitwohnsitz mittlerweile nach Köln verlegt hat, zu Hause. Dort ist sie nicht nur geboren und aufgewachsen, sondern auch schon im Kleinkindalter mit der Politik in Berührung gekommen.

Schließlich sind ihre Eltern Ulrich und Dagmar Göbbels bereits seit Jahrzehnten für die FDP in der Kommunalpolitik tätig. „Die Politik war in meinem Leben schon immer ein Thema“, sagt Anke Göbbels. Den ersten Wahlkampf erlebte sie vom Kinderwagen aus. „Damals war Europawahlkampf. Meine Eltern standen irgendwo an der Grenze zu den Niederlanden und ich saß im Buggy, der mit Fähnchen geschmückt war. Nach dem Besuch der Eduard-Mörike-Grundschule, ging es für sie ans Städtische Gymnasium und dann nach Aachen.

Dort studierte Göbbels Geschichte im Hauptfach und, unter anderem, politische Wissenschaft im Nebenfach. Danach arbeitete sie als persönliche Mitarbeiterin von Christian Lindner, absolvierte ein Trainee-Programm beim Landschaftsverband Rheinland und war dort im Ausstellungsmanagement tätig. Vor sieben Monaten wechselte Göbbels vom Öffentlichen Dienst in die Wirtschaft und ist für eine Messebaufirma in Würselen tätig. „Auf diese Weise lerne ich beide Richtungen kennen. Ich kenne also beide Blickwinkel und das bringt mich weiter“, sagt sie.

Der Politik ist sie immer treu geblieben. „Sie hat mich geprägt und das ist auch gut so. Man kann sich nicht immer beschweren, wenn man nicht selbst etwas unternimmt.“ Göbbels war, unter anderem, sachkundige Bürgerin im Städteregionsrat. Seitdem sie 20 Jahre alt ist, sitzt sie im Landesfachausschuss für Kultur und Medien. Derzeit ist sie für die FDP im Inklusionsbeirat der Städteregion. Ein Thema, das der 34-Jährigen besonders am Herzen liegt.

„Inklusion findet nicht nur in der Schule statt, sondern in der ganzen Gesellschaft“, sagt sie. Dass das politische Ehrenamt einen Großteil ihrer Freizeit verschlingt, macht ihr allerdings nichts aus. „Meine Eltern haben mir beigebracht, dass es wichtig ist, sich zu engagieren und anderen zu helfen.“ Die 34-Jährige steht auf Listenplatz 50 und tritt im Wahlkreis Aachen IV an. Rechnet sie sich große Chancen aus in den Landtag einzuziehen?

„Ich bin realistisch. Ich mache das ohne selbst einen großen Benefit davon zu haben, sondern um Werner Pfeil (Anm. d. Red. Ebenfalls Kandidat der FDP für den Landtag) zu unterstützen.“ Göbbels könnte sich auch vorstellen, bei der nächsten Landtagswahl wieder zu kandidieren. Und auch die Arbeit auf kommunaler Ebene ist für sie eine Option. „Ich will aber nicht zwei Ämter ausüben. Man muss fundiert an diese Arbeit rangehen und das erfordert Zeit. Momentan konzentriere ich mich erst einmal auf die Städteregion“, sagt sie. Nach der Wahl am 14. Mai geht es für die 34-Jährige in den Urlaub nach Kuba. „Den brauche ich dann aber auch.“

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