Front der Gaststätte zur Barriere bis heute erhalten

Von: dö
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Die Front der Gaststätte zur Barriere hat sich über die Jahrzehnte bis heute erhalten. Foto: T. Dörflinger
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Unverändert hat sich bis heute auf der Front der einstigen Mautstelle die Werbebotschaft „Gasthaus zur Barriere“ erhalten. Foto: Stadtarchiv

Stolberg. Die Straßenkreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Aachener Straße hat sich im Laufe der vergangenen 25 Jahre deutlich verändert. Dies wird deutlich, wenn man Fotoaufnahmen von damals und heute vergleicht. Zwei Gaststätten lagen sich seinerzeit gegenüber. In der Mitte ein großer Gittermast.

Dahinter eine im frühen 20. Jahrhundert entstandene Häuserzeile. Im Vordergrund ein abschüssiges, unbebautes Eckgrundstück. So präsentierte sich im Jahr 1930 die Straßenkreuzung Konrad-Adenauer-Straße/Aachener Straße.

Ganz anders anders präsentiert sich die derzeitige Situation. Im Vordergrund liegt heute das Autohaus Siebertz. Hier wurde in den 1960er Jahren eine neue Straße angelegt: die Verlängerung des Lehmkaulwegs. Das rechts liegende Restaurant „Zur Barriere“ ist 1874 entstanden. Bis 1927 war der Gaststätte eine Mautstelle angegliedert. Passierende Fahrzeuge mussten dort eine Gebühr für die Benutzung der örtlichen Straßen entrichten.

Unverändert hat sich bis heute auf der Front der einstigen Mautstelle die wohl in den 1920er Jahren entstandene Werbebotschaft „Gasthaus zur Barriere“ erhalten. Vergleicht man die Situation von 1930 mit der heutigen, so fällt auf, dass dem langgestreckten Eckgebäude eine weitere Etage hinzu gefügt wurde. Diese Veränderung erfolgte schon vor längerer Zeit. Den 1937 realisierten Umbau nutzte man auch um den Gaststätteneingang von links nach rechts zu verlegen.

Die gegenüber liegende Gaststätte „Zum Café“ oder einfach nur „Café“ genannt, ist 1927 entstanden. Dem Namen nach war die Gaststätte anfänglich nur ein Kaffeehaus. Der Ausschank von alkoholischen Getränken kam später hinzu. 1936 wurde auch dort der Eingangsbereich verändert. Ein halbrunder, eingeschossiger Anbau entstand, indem der Eingang und ein weiterer, kleiner Raum integriert wurden.

Der große Gittermast wurde für die Stromversorgung genutzt. Denn seit 1905 war Büsbach - bis 1935 mit Münsterbusch, Dorff und Krauthausen eine selbstständige Gemeinde, an das Stromnetz angeschlossen: Beliefert wurde Büsbach vom Kraftwerk Heimbach aus.

Auf historischen Fotos ist das im Vordergrund liegende abschüssige Gelände noch unbebaut. Schon drei Jahre vor Entstehung aktueller Fotos aus dem Stadtarchiv war in unmittelbarer Nachbarschaft das Motorrad- und Fahrradgeschäft Siebertz entstanden. Dem Geschäft angegliedert war ein Verkauf von Autozubehör. Der Geschäftszweig Autozubehör war dann später der Ausgangspunkt für den Verkauf von Fahrzeugen der Marke Mercedes, Hanomag-Henschel und Kässbohrer.

Erstmals bebaut wurde das Eckgrundstück vermutlich Ende der 1930er Jahre mit einer Tankstelle der Firma Siebertz. Aus dieser Tankstelle, der schon 1954 eine Ersatzteillager angegliedert war, hat sich in der Folgezeit das heute dort liegende Autohaus Siebertz entwickelt.

Rund 90 Jahre später präsentiert sich die dortige Straßenkreuzung in einem ganz anderen Bild. Die Bebauung ist dichter geworden, der Straßenraum wirkt geordneter und übersichtlicher und die Gebäudefassaden haben infolge der Anstriche an Freundlichkeit und und Farbigkeit gewonnen.

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