„Frischer Wind” trifft auf viel geballte Erfahrung

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
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Erfolgreicher Nachwuchs: Die jungen Politiker registrieren gute Ergebnisse für ihre Parteien - auch wenn´s selbst nicht immer für einen Sitz reicht.

Stolberg. Es hat lange gedauert am Sonntag, dem „Superwahltag”, bis alle Stimmen ausgezählt und die letzten Entscheidungen getroffen waren. Bis tief in die Nacht wurde im Ratssaal gezittert und gehofft, vor allem auf Seiten der Kandidaten für die insgesamt 22 Stolberger Wahlbezirke.

Erst als gegen 23.25 Uhr auch die letzten Stimmen in Büsbach ausgezählt waren, stand die Entscheidung, welche Partei wieviele Sitze erhält und welche Personen somit alles in den neuen Stadtrat einziehen dürfen, endgültig fest. In einem wahren Krimi holte Patrick Haas (SPD) unter grenzenlosem Jubel der Genossen den christdemokratischen Bezirk.

Als einer von insgesamt 15 Neulingen steht der Lehramtsstudent sinnbildlich für „frischen Wind” im neuen Stadtrat, der am 27. Oktober in seiner zukünftigen Besetzung zum ersten Mal zusammentreten wird.

Weitere interessante Fakten: Neuling Patrick Haas wird nach dem Ausscheiden des SPD-Parteivorsitzenden und Bundestagskandidaten Martin Peters mit 28 Jahren das zweitjüngste Ratsmitglied sein. Nur Jochen Emonds (CDU/26 und ebenfalls Student) unterbietet den Büsbacher. Mit 80 Jahren ist Käthe Krings nach wie vor die Älteste unter den 44 Ratsmitgliedern. Überhaupt fällt auf, dass gerade die SPD viel mehr auf geballte Erfahrung als auf den Nachwuchs baut. Von den 17 SPD-Ratsmitgliedern sind gerade einmal vier Genossen jünger als 50 Jahre.

Die CDU hingegen setzt neben Emonds noch auf drei weitere „Jungspunde”: Tim Grüttemeier (28) und die Neulinge Sebastian Wosch sowie Thomas Heuser (beide 28) haben - theoretisch - den Großteil ihrer politischen Laufbahn noch vor sich. Genau wie die Kandidaten der FDP: Auch wenn es die meisten nicht geschafft haben, so ist offensichtlich, dass die Liberalen in den Wahlbezirken verstärkt auf junge Nachwuchspolitiker setzte: Sowohl Felix Bläsius (Gressenich/Schevenhütte), Carsten Kreitz (Münsterbusch) als auch Saskia Bläsius (Liester) zählen noch grad 20 Lenze - und haben für die Liberalen dennoch achtbare Ergebnisse erzielt.

Insgesamt ist mit 15 von 44 Ratsangehörigen eine verhältnismäßig hohe Zahl an neuen Mitgliedern im Rathaus vertreten: jeweils sechs von CDU und SPD, mit dem Parteivorsitzenden Dr. Ralf van der Brück ein Liberaler und zwei der drei Grünen an der Seite von Käthe Krings. Beruflich reicht das Spektrum beinahe ebenso weit wie beim Alter: Verwaltungsangestellte, Studenten und Polizeibeamte führen ab Oktober lebhafte Debatten im Ratssaal.

Das Durchschnittsalter liegt bei knapp 56 Jahren, von den 35 Ratsherren und 9 -frauen liegen genau 21 unter dem Altersschnitt.
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