Frischer Blues weht durch die Altstadt

Von: Dirk Müller
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Abwechslungsreiches Konzert: Rob Griffith, Walter Jenniches, Georg „Ge” Houfer, Kurt Berresheim und Willi Lemke (v.l.) überzeugten als „Bluesaders” viele Gäste in der Altstadt. Foto: D. Müller

Stolberg. In mehrfacher Hinsicht richtungsweisend startete die Band „Bluesaders” ihr Konzert in der Musikkneipe „Piano”. Zum starken rhythmischen Fundament von Willi Lemke am Bass und Kurt Berresheim am Schlagzeug intonierte die Formation „The Blues is my Business” von Etta James.

Leadsänger, Gitarrist und Mundharmonikaspieler Rob Griffith kündigte mit dem Titel den stilistischen Leitfaden des Abends in der Altstadt an und wurde beim Refrain stimmlich von Georg „Ge” Houfer (Sologitarre) und Walter Jenniches (E-Piano und Orgel) unterstützt.

Eine Qualität der „Bluesaders” besteht darin, dass sie ihr Programm mit wechselndem Leadgesang gestalten: Stücke wie „What it takes” von Brendan Croker oder „Let yourself go” von Tom Petty sang Jenniches, T-Bone Walkers „Stormy Monday Blues” oder „Walking on Sunset” von John Mayall verlieh Houfer den vokalen Ausdruck. Die stimmliche Vielfalt der Band korrespondierte mit der musikalischen Abwechslung. Die modernen Arrangements der „Bluesaders” orientieren sich am zeitgemäßen Blues, der andere musikalische Genres einfließen lässt. Jonny Langs „Rack em up” wies in der „Bluesaders”-Version Elemente von Jazz und Swing auf, „Theres gotta be a Change” rockte.

Spuren von Folk und Rockabilly

Auch Spuren von Folk und Rockabilly fanden sich wieder. Songs jüngerer Interpreten wie Keb Mo oder der „Urgesteine” Muddy Waters, Bo Diddley und B. B. King intonierten die „Bluesaders” frisch und ansprechend, wobei „Ge” Houfer an der Sologitarre bestach und oftmals mit „Szenenapplaus” für seine entfesselten Soli belohnt wurde. Solchen spontanen Beifall genoss auch Jenniches für seine Fertigkeiten an E-Piano und Orgel, die dem satten Klanggeflecht der Formation zusätzliche Tiefe bescherte.

Mit dem Kalifornier Rob Griffith, der San Francisco den Rücken kehrte, um in Deutschland zu leben, kam vor eineinhalb Jahren ein weiterer musikalischer Einfluss in die Arrangements der „Bluesaders” - die Countrymusik. Bestes Beispiel dafür war „Born to boogie”. Im Original von Hank Williams junior ein eher lauwarmer Country-Song, mutierte das Stück bei den „Bluesaders” zu einem energiegeladenen Bluesrock, der ausgiebig gefeiert wurde.

Auch das kommende Konzert im „Piano” steht im Zeichen des Blues: Am Samstag, 12. Mai, spielt ab 21 Uhr die „John Norrie Band” bei freiem Eintritt.
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