Frische Farbe für immer mehr Häuser in der Talachse

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Axel Schwartz und seine Mutter Elisabeth lassen mit städtischer Unterstützung die Fassade ihres Hauses an der Klatterstraße sanieren. Foto: Stadt Stolberg
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Axel Schwartz und seine Mutter Elisabeth lassen mit städtischer Unterstützung die Fassade ihres Hauses an der Klatterstraße sanieren. Foto: Stadt Stolberg

Stolberg. Langsam aber stetig schwindet der graue Schleier vergangener Zeiten von immer mehr schmucken Hauswänden in der Innenstadt. Das Fassadenprogramm, mit dem die Kupferstadt im Rahmen des Entwicklungskonzeptes für die Talachse der Innenstadt bis zu einer Höchstsumme von 10.000 Euro maximal 50 Prozent der Kosten bezuschussen kann, „findet ein erfreulich großes Interesse“, sagt Tobias Röhm.

Für vier Objekte wurde mittlerweile ein Förderbescheid erteilt, erklärt der Technische Beigeordnete. Insgesamt rund 35 000 Euro gehen an diese Eigentümer, die die Fassaden ihrer historischen Gebäude sanieren lassen.

Den Auftakt machte im vergangenen Jahr ein echter Hingucker. Das 1913 im Jugendstil erbaute Haus an der Ecke von Rathaus- und Frankentalstraße erstrahlt wieder in zwei dezenten und miteinander harmonisierenden Rosa-Tönen. Die Stuckelemente und die Umrandungen der Fensterrahmen auf der 368 Quadratmeter umfassenden Fassade sind in frischem Weiß markant abgesetzt. Ganz frisch saniert ist das Haus Talbahnstraße 6, in dem eine Rechtsanwaltskanzlei residiert.

Und nun überreichte der Beigeordnete einen weiteren Förderbescheid über rund 9900 Euro an Elisabeth und Axel Schwartz, die die Fassade des Familiensitzes an der Ecke von Klatterstraße und Wurstgasse sanieren lassen wollen. 1896 gründete Günter Schwartz, der Großvater von Axel, die Schreinerei, die um die Jahrhundertwende den damaligen Neubau am Ufer der Vicht bezog. „Noch heute befindet sich hier eine Schreinerei“, sagt Axel Schwartz stolz. 1998 hat Elmar Pütz sie übernommen und übt auf einer Fläche von 300 m² im Herzen der Altstadt das Tischlerhandwerk auf traditionelle Art und Weise weiter aus.

Zuletzt vor mehr als einem Dutzend Jahren war die Fassade des historischen Gebäudes nach den Vorgaben der 1982 erlassenen Gestaltungssatzung für die Altstadt saniert worden. „Uns schwebt wieder ein hellgelber Ton mit dunkel abgesetzten Fensterumrandungen vor“, sagt Schwartz. Noch befindet sich die Familie in Abstimmung mit dem Malermeister, der die Arbeiten ausführen soll. Bis dahin wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Denn die Familie möchte die Entscheidung des Städtebauministers über den Abriss des Hauses Steinweg 38 abwarten. Dieses Gebäude grenzt mit einem Anbau hinter der Bachüberbauung an das Schwartz‘sche Anwesen.

Interessenten sind willkommen

Kommt die Genehmigung, möchte die Stadt im nächsten Jahr mit einem Abriss der Gebäude am Steinweg beginnen. „Und wir wollen, dass die dann auf rund 330 m² erneuerte Fassade an Klatterstraße und Wurstgasse nicht wieder dreckig wird“, so Schwartz.

In der Nachbarschaft auf der östlichen Seite der Vicht befindet sich mit dem ehemaligen Kontor von Arnolds Mühle ein weiteres historisches Bauwerk, das in den Genuss des Fassadenprogramms kommt, sagt Röhm erfreut.

Derzeit befinden sich in der Innenstadt sieben weitere Immobilien in der Antragsphase für eine Förderung, wobei für vier Gebäude bereits ein konkreter Förderantrag eingereicht wurde. „Es handelt sich dabei um markante Immobilien an der Rathaus-, Eschweiler-, Rosentalstraße, Schellerweg und Steinweg“, verrät der Beigeordnete. Darüber hinaus stünden weitere zwölf Eigentümer von 17 Immobilien in Gesprächen mit der Verwaltung und dem Quartiersmanagement, um für ihre Sanierungsvorhaben Fördermöglichkeiten auszuloten.

Weitere interessierte Eigentümer, die sich im Rahmen der Stadterneuerung engagieren wollen, sind gerne gesehen. Immerhin umfasst das Fördergebiet gut 450 Gebäude in der Talachse.

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