Stolberg - Frisch gebackene Ärzte ziehen die Stadt der ländlichen Idylle vor

Frisch gebackene Ärzte ziehen die Stadt der ländlichen Idylle vor

Von: eis
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Stolberg. Im Fernsehen ist der Alltag eines Landarztes romantisch-verklärt - die Realität sieht anders aus: Ärzte, die am Beginn ihrer Karriere stehen, ziehen die Stadt der ländlichen Idylle vor.

Sie verdienen bei vergleichsweise hohem Arbeitsaufkommen weniger als ihre Kollegen, die in einem urbanen Gegend arbeiten.

Damit der Landdoktor nicht zur seltenen Spezies wird, hat das Kabinett einen Entwurf für ein Versorgungsgesetz vorgestellt, das die (finanziellen) Nachteile ausgleichen soll. Die Situation der hausärztliche Versorgung in Stolberg ist gut. Mittelfristig aber droht der Eifel ein Ärztemangel. „Ich begrüße, dass die Regierung aktiv wird”, sagt Dr. Lothar Nossek, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Aachen-Land.

Dass junge Kollegen lieber in der Stadt ihre Praxis eröffnen, habe nicht nur finanzielle Gründe. Es gehe vielmehr um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, „in der Stadt hat es der Lebenspartner leichter, Arbeit zu finden.” Die Auswahl an Schulen sei ebenfalls besser. Zuvor gab es ein Landesprogramm, das bei Existenzgründung in ländlichen Gebieten mit einer Förderung half.
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