Friedhofsbilanz weist enormes Defizit auf

Von: Tom Lammertz
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Die Kosten für Grabstellen au
Die Kosten für Grabstellen auf den städtischen Friedhöfen werden 2012 steigen. Während die Bestattungsgebühren nur moderat steigen, fällt die Gebührenerhöhung deutlich aus. Foto: J. Lange

Stolberg. Ein Defizit von mehr als einer halben Million Euro weist die Bilanz der städtischen Friedhöfe für 2010 aus. Dafür gibt es vier Gründe.

Die letzte Gebührenerhöhung ist erst im August des Jahres wirksam geworden, die Kostenstelle Trauerhallen wird subventioniert, das Technische Betriebsamt schickt höhere Rechnungen, und die „Nebenkostenstelle” Kriegs- und Ehrengräber schreibt ebenfalls rote Zahlen.

Für die Kalkulation der Friedhofsgebühren 2012 bedeutet dies: Nur fünf von zwölf Monaten des vergangenen Jahres dürfen berücksichtigt werden. Die Monate Januar bis Juli 2010 gelten als subventioniert. Die Verluste der anrechenbaren fünf Monate müssen außerdem auf zwei Jahre verteilt werden, so dass zeitnah nur die Hälfte des Defizits mit in die Neuberechnung einfließen darf. Außerdem werden bei der Kalkulation von vornherein 24 Prozent der Friedhofsflächen als Park- und Grünflächenanteil abgezogen.

Erdbestattungen günstiger

Auch wenn die Bestattungsgebühren nur moderat steigen - Erd- und Streufeld-Bestattungen werden sogar billiger -, fällt die Gebührenerhöhung insgesamt recht deutlich aus. Schon 2010 wurden die Trauerhallengebühren wieder auf das Niveau von 2007 gehoben, da die Halbierung nicht zu einer höheren Nutzung geführt hat. Jetzt steigen die Kosten für ein Einzelwahlgrab um 621 auf 3732 Euro. Das Doppelwahlgrab kostete bisher exakt das Doppelte. So wird es auch künftig sein; damit beträgt die Erhöhung im kommenden Jahr 1242 Euro. Ein Urnenwahlgrab - mehr als viermal so oft verlangt wie ein Einzelwahlgrab - kostet künftig 2171 und damit 396 Euro mehr.

Der Preis für Reihengräber steigt um 437 auf 2511, ein Urnenreihengrab um 283 auf 1537 Euro. Am häufigsten (über hundert Bestattungen pro Jahr) entscheidet man sich in Stolberg für amerikanische Urnenreihengräber. Die Kosten betragen demnächst 1772,50 Euro und damit 280,50 Euro mehr als bisher. Dieselbe Erhöhung ist für anonyme Urnenreihengräber (66 Bestattungen pro Jahr) vorgesehen. Sie kosten künftig 1573,50 Euro. Mehrkosten von 280 Euro sind auch beim Aschenstreufeld und für Asche ohne Urne vorgesehen. Die Kosten: 1504 und 1555 Euro.
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