Friedemann Wuttke: Ein Kosmopolit an der Gitarre

Von: Sabrina Hüttermann
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Ein Meister seines Faches: Friedemann Wuttke führt beim kulinarischen Konzertabend nach Granada und lässt die klassische Gitarre auf die italienische Oper treffen.

Stolberg. Wenn man die Augen schließt, ist man in Granada, einer der schönsten Städte Spaniens in der Sierra Nevada. Man genießt den Anblick der imposanten maurischen Bauten, mediterranes Flair und die Gitarrenmusik von Isaac Albeniz.

Eindrücke in Musik zu verarbeiten, geradezu fühlbar zu machen - Friedemann Wuttke verschreibt sich dieser Leidenschaft. Seine Gitarre brachte ihn fast um die ganze Welt und verzauberte nun auch die Zuschauer in Stolbergs Rittersaal. Mit 15 Jahren entdeckte Wuttke seine Liebe zur klassischen Musik, studierte später Musik in Stuttgart und Paris unter Meistern wie Manuel Barrueco oder John Williams.

„Angefangen habe auch ich erst in einer Jugendband - da gab es natürlich noch Rock und Pop. Die Arbeit mit der klassischen Musik ergab sich dann so. Man wächst hinein”, lacht Wuttke. Ganz und gar hinein gewachsen scheint Wuttke offensichtlich, bei bis zu 80 Auftritten im Jahr - national und international. Vor einigen Wochen spielte er noch mit einem Ensemble in Südafrika, im September zieht es ihn für einen Auftritt nach Mauretanien.

„Es ist ganz erstaunlich, wie Wuttke Opernstücke für ein komplettes Orchester ausschließlich mit seiner Gitarre spielt”, ist Ren Wißgott vom Max Krieger Kulturmanagement in Stolberg, begeistert. Mit den Abo-Konzerten wollen er und seine Kollegen ein attraktives Kulturprogramm schaffen, mit zufriedenstellender Resonanz in allen Altersklassen. „Normalerweise höre ich eher Rock, aber die klassischen Stücke gefallen mir auch - ist eben mal was anderes”, meint der 12-jährige Jasper Küpper. „Wie Wuttke spielt ist natürlich große Klasse”, meint auch sein Vater Harald Küpper.

Dabei lässt der Kosmopolit an der Gitarre nichts aus. Von Mozarts Zauberflöte über italienische Operparaphrasen bis zur Granada von Albeniz, die „impressionistische Musik der Folklore mit modernen Stilelementen vermischt”, wie Wuttke sein Stück einleitet. Dann beginnt er zu spielen und man meint, er vergesse das Publikum um sich herum.

Und mit der Musik verschwimmt Stolbergs Burg an diesem Abend von Akkord zu Akkord zu der terrakottafarbenen Festung Alhambra.
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