Freudige Vorboten des Kulturfestivals

Von: Dirk Müller
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Einen köstlichen Vorgeschmack auf das Kulturfestival „Stolberg goes France” boten Syl´n´Dan bei ihrem Konzert im Rittersaal der Burg. Foto: D. Müller

Stolberg. Soviel ist klar: Eines der musikalischen Highlights bei „Stolberg goes France” werden die beiden Konzerte des Quartetts „Syl´n´Dan” sein.

Am Samstag machten die Musiker den Kupferstädtern im Rahmen der Abonnement-Konzerte in der Burg bereits „gehörig” Appetit auf mehr und präsentierten ihre harmonischen Eigenkompositionen zur großen Freude des begeisterten Publikums.

„Syl´n´Dan” spielen Musik für Herz und Seele, Stücke, die die Zuhörer wie auf einem warmen Sommerwind hinwegtragen vom Alltag hinein in die Welt der Liebe und der Lebensfreude.

Der Name der Band steht für die Sängerin Sylvia Noel und den Gitarristen und Songschreiber Daniel Wiegand, die vor drei Jahren als Duo zu musizieren begannen. Schnell wurden sie auch privat ein Paar und bauten mit dem Bassisten Werner Fink und dem Schlagzeuger Andreas Wohlfahrt die heutige Formation auf.

Ihre Musik lässt sich nicht auf Genres festlegen, zu eigenständig sind die stets hoch melodischen Lieder. Da „Syl” als Belgierin die französische Sprache quasi mit der Muttermilch aufgesogen hat, sind die Texte der Chansons auf Französisch, aber auch auf Englisch verfasst.

Einfühlsame Balladen

Im Rittersaal präsentierte die Band unter anderem Stücke ihres aktuellen Albums „Sunday smiles” und zeigte sich damit von ihrer besten Seite. Einfühlsame Balladen wie „Ton Coeur” oder „La vielle maison” laden zu romantischen Träumen ein, flotte Lieder wie „Perfect loser” und „A little help” eher zum Tanzen, da sie durch mitreißenden Rhythmus bestechen. Für diesen zeichnen sich Bassist Fink und Drummer Wohlfahrt verantwortlich. Letzterer prägt mit seinen Percussions stark den unverwechselbaren Sound von „Syl´n´Dan” - er bedient neben dem herkömmlichen Schlagzeug auch Bongos, Congas, Cajon und das indische Tabla mit seinem großen Klangspektrum.

Ausgefeilter Klangteppich

Über dem ausgefeilten Klangteppich, den das Quartett ausbreitet, schwebt die bezaubernde Stimme „Syls”, wenn sie nicht gerade zur Quer- oder Piccoloflöte greift, um die stimmigen Arrangements zu bereichern. Die Musik der Band ist ein Klanggefüge, das zu eingängigen und wunderschönen Melodien gereicht und vielerlei Einflüsse auf einen gemeinsamen Nenner bringt, der „Syl´n´Dan” heißt.

„Don´t stop” etwa geht mit dem „funky” gespielten Bass und den lateinamerikanischen Rhythmen des Schlagzeugs direkt in die Beine und überrascht mit einem flotten Country-Part. Bei dem sehnsüchtigen „Chant de berger” lässt „Syls” Flöte keinen Zweifel daran, dass „Dan” die Ballade in Neuseeland komponierte, bevor der Text in Belgien entstand. Der beschwingte Ohrwurm „The dance”, bei dem der Name Programm ist, hat seinerseits das Format eines internationalen Hits, und würde sich durchaus für Frankreich, Belgien oder auch Deutschland als Siegertitel im „Grand Prix Eurovision de la Chanson”, heutzutage zum „Eurovision Song Contest” umbenannt, hervorragend eignen.
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