Freiwilligenzentrum Stolberg: Geeignete Anlaufstelle für Engagierte

Von: Kolja Linden
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Viele Menschen würden sich gerne ehrenamtlich engagieren, wissen aber nicht wie und wo. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, zum Beispiel in der Arbeit mit Kindern, Migranten oder alten Menschen. Foto: ddp

Stolberg. In Aachen gibt es das Angebot schon lange, von dort aus wurde es zuletzt auch für die gesamte Städteregion gesteuert. Nun hat Stolberg als einzige Stadt im ehemaligen Kreis ihr eigenes Freiwilligenzentrum. In Trägerschaft der Caritas vermittelt das Zentrum Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, an soziale Einrichtungen und Vereine, die genau diese Hilfe brauchen.

„Viele Leute wollen sich gerne engagieren, wissen aber nicht was sie machen können”, sagt Kathrin Michels, die die Arbeit koordiniert. „Wir machen eine Eins-zu-Eins-Vermittlung. Rund 130 soziale Einrichtungen finden sich in der Kartei des Aachener Freiwilligenzentrums in der Scheibenstraße.

15 sind es nun in Stolberg, „die sind in wenigen Monaten zusammengekommen”, sagt Marie Pashkova, die gemeinsam mit Kathrin Michels Ansprechpartnerin des Projekts ist. Sie rechnet damit, dass weitere hinzukommen. „Es sind 15 Institutionen, aber mehr Angebote”, sagt Pashkova, weil viele Einrichtungen gleich mehrere Ehrenamtler suchen.

Für die Vermittlung hat das Freiwilligenzentrum ein „virtuelles Zentrum” im Netz aufgebaut. „Da gibt es eine Datenbank mit mehreren Kategorien, in der man suchen kann”, erklärt Kathrin Michels. Dort finden sich aktuell über 60 Angebote, ehrenamtlich tätig zu werden.

Einen besonderen Schwerpunkt gibt es nicht, gesucht werden unter anderem Leute für Altenarbeit, Hausaufgabenhilfe, Betreuung von Kranken oder Begleitung von Migranten. Aber auch für handwerkliche Fähigkeiten, Büroarbeit oder Leute, die ihre PC-Kenntnisse einbringen wollen, gibt es Verwendung.

Die Seite behält unter „Projektbereich” verschiedene Rubriken bereit. Wer zum Beispiel unter „Tätigkeit” den Bereich „Betreuung/Begleitung” anklickt, findet dort Kurzbeschreibungen verschiedener Leistungen, für die Menschen gesucht werden.

Die suchenden Organisationen sind dort nicht genannt, denn zunächst soll der Kontakt über das Freiwilligenzentrum laufen. Dort wird auch eine ganz persönliche Beratung angeboten.

„Das ist uns wichtig, denn wir wollen ja auch sehen, wie verlässlich die Leute sind”, sagt Michels. „Es ist nicht verpflichtend, aber wir raten dazu und laden die Leute ein.”

Im Gespräch könne man auch am Besten herausfinden, was für Tätigkeiten in welcher Organisation für den jeweiligen Freiwilligen das Richtige sein könnte.

Auch vor Ort in Stolberg soll es schon bald ein solchens Gesprächsangebot geben, vermutlich im Josefshaus. Gespräche darüber laufen derzeit.

Eine Vermittlung zwischen Privatleuten findet allerdings nicht statt, schon aus versicherungstechnischen Gründen. Privatleute, die sich hilfesuchend an das Freiwilligenzentrum wenden, werden aber nicht etwa abgewiesen: „Wir versuchen diesen, über unsere Organisationen zu helfen”, sagt Michels.

Die Einrichtungen und Verbände, mit denen das Freiwilligenzentrum zusammenarbeitet, müssen nicht nur gemeinnützig sein. Voraussetzung ist auch, dass sie den an sie vermittelten Ehrenamtlern hilfreich zur Seite stehen, sie zum Beispiel in Tätigkeiten einarbeiten, sie versichern und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten.

„Uns ist wichtig, dass die Leute irgendwo eingebunden sind, dass sie Ansprechpartner haben”, sagt Michels, und Marie Pashkova ergänzt: „Das ist einfach Voraussetzung, dass es eine Vorbereitung, Begleitung, Ansprechpartner und die Möglichkeiten zur Fortbildung gibt.”

Wenn der Bedarf da ist, entwickelt das Freiwilligenzentrum auch schon mal eigene Projekte. So ist in Aachen „JutE” entstanden, das Projekt „Jugend trifft Erfahrung”. Rund 70 ehrenamtliche Mentoren machen Kinder fit für die Schule in diesem Projekt, dass vom Zentrum aufgebaut wurde und jetzt von der Caritas getragen wird.

Eingeladen sind für alle Bereiche Freiwillige jeden Alters. Immerhin, rund 30 Prozent der Ehrenamtler des Zentrums sind unter 30 Jahren. „Ziel ist es, die Menschen miteinander in Verbindung zu bringen”, sagt Kathrin Michels. Und: „Das Ehrenamt ist keine Einbahnstraße. Beide Seiten müssen Freude daran haben.”

Der Kontakt fürs soziale Engagement

Wer sich gerne sozial engagieren möchte, aber nicht weiß wo und wie, oder wer eine Tätigkeit anbieten möchte, aber nicht weiß, wem, der kann sich beim Freiwilligenzentrum Stolberg melden.

Ansprechpartner sind Kathrin Michels und Marie Pashkova, Scheibenstraße 16, 52070 Aachen, erreichbar unter Telefon 0241-9492724 oder per E-Mail unter info@freiwilligenzentrum-stolberg.de.

An sie können sich auch Organisationen wenden, die Ehrenamtler suchen.

Finanziert wird das Freiwilligenzentrum Stolberg aus Mitteln des Programms „Stärken vor Ort”, einem Begleitprogramm des städtebaulichen Projekts „Soziale Stadt Velau/Mühle”.
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