Stolberg - Frauenchor übt für Gottesdienst am Weltgebetstag

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Frauenchor übt für Gottesdienst am Weltgebetstag

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Singen gehört dazu: Frauen aus beiden großen Kirchen bereiten derzeit, wie hier im Ökumenischen Gemeindezentrum an der Frankentalstraße, den Weltgebetstag in Stolberg am 4. März vor. Foto: C. Hahn

Stolberg. Es ist Abend und schon so gut wie dunkel rund um das Ökumenische Gemeindezentrum an der Frankentalstraße. Immer wieder fahren Autos auf den Parkplatz nebenan; Frauen steigen aus.

Einzeln oder in Grüppchen gehen sie durch den Eingang des Zentrums und dann über die Treppe hoch in den ersten Stock. Dort, in einem Saal, stehen schon Stühle im Halbkreis rund um ein Klavier. Immer mehr Frauen finden sich ein, und irgendwann ist auch Katharina Wöhrl dabei, ihres Zeichens Musiklehrerin am Goethe-Gymnasium.

Doch es ist nicht irgendein Chor, weder einer mit ganz normalem noch einer mit etwas ausgefallenem Repertoire, dessen Mitglieder weiblichen Geschlechts sich hier einstimmen. Es sind rund zehn Frauen aus beiden großen Glaubensgemeinschaften, Frauen aus der Kupferstadt, die hier die Feier des Weltgebetstags am Freitag, 4. März, in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt mitten in der Innenstadt (Salmstraße) vorbereiten.

Gesang, aber auch Gebet und vermittelnde Texte werden an jenem Nachmittag im Frühmärz (Einsingen ab 15, Gottesdienst ab 15.30 Uhr) Stolberg mit der großen weiten Welt – genauer: mit Kuba – vernetzen. Denn beim Weltgebetstag der Frauen steht Kuba, so Anette Riedel und Margot Bartusel, zwei aus dem Vorbereitungsteam, im Mittelpunkt. Und sie wissen auch, warum ihnen ihre Mitchristinnen auf der fernen Insel in der Karibik näher sind als es die nach Tausenden von Kilometern. Den Horizont erweitern und Frauenprobleme darstellen“ - auch darum geht es den Stolbergerinnen, in diesem Jahr im Zeichen des Themas „Nehmt Kinder auf und nehmt mich auf“.

Mitstreiterin Ria Bosserhoff erläutert das Motto: „Ein gutes Zusammenleben aller Generationen begreifen die kubanischen Weltgebetstagsfrauen als Herausforderung - hochaktuell in Kuba, dem viele junge Menschen auf der Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven den Rücken kehren.“ Das Thema, das von Frauen größtenteils auch Kirchen der Reformation im Lande Fidel Castros formuliert wurde, unterstreicht, worum es beim Weltgebetstag geht: „Informiert beten – betend handeln für ein Leben in Gerechtigkeit und Frieden“ zeigt an, dass die Veranstaltung auch darauf abzielt, im Gottesdienst und seinem Umfeld politische Zustände zu reflektieren. Anette Riedel wiederum sieht noch einen weiteren Nutzen der Feier und des Beisammenseins beim Kaffeetrinken danach: „Das ist eine nette Gelegenheit, mit Frauen aus anderen Konfessionen ins Gespräch zu kommen.“

Evangelische Christinnen sind jedenfalls immer stark vertreten: „Von der Frauenhilfe kommen immer viele“, weiß Margot Bartusel. Mehr dazu im Internet: www.weltgebetstag.de.

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