Stolberg-Gressenich - Frauenchor „Chorios“ gibt Jubiläumskonzert

Frauenchor „Chorios“ gibt Jubiläumskonzert

Von: mlo
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Das „Singing in the rain“, das im Film von Gene Kelly gesungen wurde, stammt aus dem Jahr 1929. Es zählt zu den 100 besten US-amerikanischen Filmsongs. Zwei Damen von „Chorios“ spannten passend zum Lied die Regenschirme auf. Foto: M. L. Otten

Stolberg-Gressenich. Der Frauenchor „Chorios“ gab zum 20-jährigen Bestehen ein Jubiläumskonzert im Gressenicher Pfarrheim. Mitreißende Arrangements und Lieblingsstücke machten das Programm aus. Das gut besuchte Konzert hatte Stil und Format.

Wenn die singende Gemeinschaft auch nur aus zehn Sängerinnen bestand, so ließen diese doch in den mitreißenden Chorarrangements erkennen, dass sie die Stimmen dafür haben.

Dank galt immer wieder dem Leiter, Gregor Josephs, der nicht nur die meisten Stücke des Abends arrangiert hatte, sondern sie auch am Klavier einfühlsam und mit viel Swing begleitete. Das Programm reichte von Chansons, Filmmusik und Musicalsongs zu Lieblingsstücken von Chor und Chorleiter.

Gleich zu Beginn überzeugten die Damen mit der feinfühligen Darbietung von „Here, There and Everywhere“ (1966) von den Beatles und zogen das Publikum durch einen ausgewogenen und sauberen Chorklang in den Bann. Es folgte Gregor Josephs Lieblingsstück vom „zärtlichen Gefühl“, ein kleines Kunstwerk, das Einblick in Leben und Gefühl gibt, und dass die Damen für ihren Chef sehr innig und mit feinem Humor interpretierten.

„In einem kleinen Café in Hernals“, die berühmteste Komposition des Herman Leopoldi, sang Gregor Josephs selbst und brachte die Sehnsucht nach einem vergangenen Wien gut zur Geltung. Die zwei Eigenkompositionen auf dem Klavier hatte er mit „Gebet an eine Morgenschöne“ und „Walzer“ tituliert, merkte aber augenzwinkernd an, dass sich die Schöne nicht mehr gemeldet habe, als er ihr die Musik geschickt hatte. Zwei weitere Instrumentalisten waren Johannes Flamm und Marcel Mager. Während der erste ein Mitstreiter der ersten Stunde ist und verschiedene Stücke auf dem Sopran-Saxophon oder auf der Klarinette eindrucksvoll untermalte, stieß Marcel Mager später auf den Chor und überraschte so manches Mal bei dem ein oder anderen Stück auf der Gitarre.

Songs der Rockband BAP

Im deutschen Rocksong „Verdamp lang her“ von der Kölschen Rockband BAP um Chef Wolfgang Niedecken aus dem Jahre 1981 zelebrierten alle Akteure das fiktive Gespräch über Ängste, Sorgen und Hoffnungen nicht nur für sich selbst, sondern zeigten in ihrer Interpretation, dass die Erinnerung an alte Zeiten auch heutzutage durchaus noch Gänsehaut machen kann.

Waren es im ersten Teil Chansons von Reinhard Mey und Herbert van Veen sowie Lieder aus Broadway-Musicals, die zu Gehör gebracht wurden, bestimmten nach der Pause überwiegend Lieder aus der neueren Generation Musical das Programm.

Bevor der Frauenchor sich mit „Summertime“ in Szene setzte, ließen sich Gregor Josephs und Johannes Flamm mit zwei weiteren Instrumentalstücken aus der Feder Josephs vernehmen. In „Dreiviertel Joke“ und „Tango“ entlockten die beiden Profis ihren Instrumenten facettenreiche Klänge. Ihre Musik zeugte von unbändiger Lust am Spiel und riss alle Zuhörer im Raum mit.

Dann folgte ein Interview über zwanzig Jahre Probenarbeit aus der Sicht des Chorleiters. Die Damen hatten Original-Zitate ihres Leiters gesammelt und diese zu einem Interview aufbereitet. Da war von „Duldungsstarre“ die Rede, von einem „einsamen Dirigentendasein, das der Leiter friste“, von dem „Honorar als Schmerzensgeld“ oder von einem „Lächeln“ nach gefühlten 50 Jahren statt zwanzig.

Songs aus „König der Löwen“, „My Fair Lady“, „Mary Poppins“ und „Westside Story“ wurden anschließend von „Chorios“ feinfühlig vorgetragen. Am Ende gab es lang anhaltenden Applaus, dem die Zugabe „Both sides now“ von Joni Mitchel, eines der Lieblingsstücke des Chores, folgte.

Dass die Frauen nicht nur singen können, sondern auch noch gute Gastgeberinnen sind, zeigte das Buffett, zu dem alle Gäste eingeladen waren.

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