Frauen-Union setzt auf gerechte Bezahlung

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Als prominenter Gast bei der Frauen-Union in Stolberg: die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Ina Scharrenbach. Foto: C. Hahn

Stolberg. Jochen Emonds, Dr. Tim Grüttemeier und Axel Wirtz ließen sich nicht lumpen: Stolbergs prominenteste Christdemokraten lieferten bei der Jahreshauptversammlung der Frauen-Union (FU) jede Menge Komplimente ab.

13 stimmberechtigte Damen hatten sich im Parkhotel am Hammerberg versammelt, um den Vorstand neu zu wählen und um den Bericht der stellvertretenden CDU-Landesvorsitzenden und Abgeordneten im Düsseldorfer Parlament, Ina Scharrenbach (Kamen), über „Aktuelle Themen der Landespolitik unter dem Aspekt der FU-Arbeit“ zu hören.

Nachdem der Stadtverbandsvorsitzende Emonds der Vorsitzenden Edith Nolden und ihrem Team „Arbeit in hervorragender Weise“ bescheinigt hatte, stand ihm der Landtagsabgeordnete Wirtz in nichts nach und attestierte „Lebensnähe“. Ina Scharrenbach indes tauchte tief ein in die nordrhein-westfälische Politik. Beim Kinderschutz plädierte sie dafür, dass Ärzte bei Verdacht auf Missbrauch oder eine Gewalttat dies den Strafbehörden melden dürfen, ohne dadurch ihre Berufspflichten verletzen zu müssen.

Ausführlich wandte sich die Politikerin der Inklusion von Behinderten in Regelschulen zu und nahm dabei kritisch den Wegfall von Förderschulen aufs Korn. Ihren Protest kleidete Scharrenbach in zwei rhetorische Fragen: „Was ist dann mit den lernbehinderten Kindern? Wer fängt sie auf?“ Zumindest im Moment seien Lehrer noch nicht in der Lage, einen weiteren Kreis von Kindern mit besonderen Bedürfnissen aufzufangen: „Regelpädagogen sind selten auf Mädchen und Jungen mit emotionalen Bedürfnissen vorbereitet.“

Mit sehr viel positiver Energie trug Stolbergs später in ihrem Amt bestätigte FU-Chefin Edith Nolden vor den Wahlen (siehe Infobox) zum Führungsteam ihren Rechenschaftsbericht vor. Als besonders positiv verbuchte das Ratsmitglied das Echo der Bürger auf die Aktion „Interkultureller Austausch“ der Kupferstädter Frauen-Union.

In Zukunft will Nolden Akzente vor allem bei der gerechten Bezahlung von Frauen setzen, denn: „Es darf nicht sein, dass Frauen bei gleicher Arbeit weniger Geld bekommen.“

Bei dem allem und darüber hinaus habe die FU innerhalb der Union einen hohen Stellenwert: Edith Nolden freute sich über „zunehmendes Gehör in der eigenen Partei“.

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