Fotos von schönen und weniger schönen Ecken der Stadt

Von: mlo
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Bei der Eröffnung der Foto-Ausstellung „STO52“ im Stolberger Rathaus ließen sich viele interessierte Besucher die Hintergründe des Projektes erläutern. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Großer Andrang herrschte jetzt bei der Eröffnung der Ausstellung „STO 52 (Stolberg + Postleitzahl) - Straßenfotografie in Stolberg“ im Rathaus.

150 Kleinformate (DIN A4) und 33 großformatige Lieblingsbilder (50 Zentimeter x 70 Zentimeter) der 33 Jugendlichen der 10. Klasse der Willi-Fährmann-Schule um Lehrerin Dörte Göbbels und der Jugendberufshilfe Stolberg mit Gesamtkoordinatorin Katja Knospe zieren derzeit die Wände und die Balustrade im Foyer des Stolberger Rathauses.

Breit aufgestellt

Nach Begrüßungen durch Manfred Hansen, Vorsitzender der Jugendberufshilfe Stolberg, und Bürgermeister Tim Grüttemeier hatte die Fotografin Agnes Bläsen das Wort, um die Werke der Ausstellung zu erläutern. Die Arbeiten der jungen Künstler zeigen schöne und nicht so schöne Ecken aus Oberstolberg, Liester, Atsch, Münsterbusch, Breinig, Buschmühle und Donnerberg und sind, was den künstlerischen Ausdruck betrifft, breit aufgestellt.

„Im Durchschnitt betrachtet der Mensch Fotos nur zwei Sekunden lang“, so die Fotografin, die die Jugendlichen in die Geheimnisse der Straßenfotografie eingeführt hat. „Dies wollten die Jugendlichen anders machen. Man muss sich mit den Bildern beschäftigen, ihnen näher kommen, denn sie geben Einblicke in ihr Seelenleben“. Eine Besonderheit der Ausstellung ist das Begleitbuch, in das die jungen Künstler kurze Gedanken zu ihrem Foto geschrieben haben.

Jenny Schramka von der Jugendwerkstatt sowie Vanessa Lennertz und Kai Pütz von der Willi-Fährmann-Schule geben an diesem Morgen Minikostproben aus dem Textbuch. Da geht es um Regentropfen, Licht und Schatten und warum Kai sich bei seiner Straßenansicht in Münsterbusch auf den Bauch gelegt oder Teresa den rosafarbenen Schnuller auf den Steinen ausgewählt hat. Es ist die zweite gemeinsame Ausstellung der beiden Einrichtungen, und Robert Voigtsberger und der Bürgermeister überlegen schon, ob diese Bilder nicht dauerhaft bleiben könnten.

Möglich wurde dieses Projekt durch die ideelle und finanzielle Unterstützung durch das Bistum Aachen, aus dem Solidaritätsfonds, der Kinder- und Jugendperspektive Stolberg und dem Amt für Schule, Kultur, Sport und Tourismus und über die Inklusionspauschale.

In Anlehnung an den französischen Künstler „JR“, Jahrgang 1983, der Porträts an Orten ihrer Entstehung flächendeckend auf Gebäudefassaden, Dächern oder öffentlichen Verkehrsmitteln montiert, haben auch die Jugendlichen der „Wanderausstellung“ ihre Porträts auf die Fenster der ersten Etage des Stolberger Rathauses geklebt.

Sie laden damit die Besucher bis Donnerstag, 17. November, ein, ins Foyer zu kommen und näher hinzusehen.

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