Stolberg - Fotorätsel: Die Gewinner und Motive im Überblick

Fotorätsel: Die Gewinner und Motive im Überblick

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Alle 13 Motive und die Gewinner im Überblick: 1. Friedhof Zweifall. Foto: Bernadette-Olivia Berzborn
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2. Schulwald Mausbach. Foto: Petra Gerharts
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3. Gasthof Willemsen. Foto: Heinz Zentis
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4. Wolff-Farm. Foto: Stefan Schmitz
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5. Rüstbach Viadukt. Foto: Klaudia Bergs-Bedra
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6. Neuenhammer. Foto: Vicki Brodmühler
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7. Kahnweiher Schevenhütte. Foto: Franz Breuer
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8. Tabalingo. Foto: Sven Gerharts
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9. Walzwerk Münsterbusch. Foto: Peter Steyns
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10. Bürsmeier Büsbach. Foto: Christa Ewig
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11. Waldschenke. Foto: Annegret Brück
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12. Haus Maria im Venn. Foto: Silvia Deptalla
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13. Pfarrhaus Finkenberg. Foto: Melanie Jahns

Stolberg. Zwei Standorte hatten Stolbergs evangelische Christen im 17. Jahrhundert: Die Reformierten hatten ihre Kirche auf dem Finkenberg, und die Lutheraner hatten ihr Gotteshaus im Vogelsang errichtet. Die Vereinigung der beiden evangelischen Gemeinden erfolgte im Jahr 1860. Zuvor waren beide Gemeinden nämlich getrennte Wege gegangen.

Die Reformierten, deren Gemeinde überwiegend aus den damaligen Kupfermeistern und deren Familien bestand, hatten schon 1617 auf dem Finkenberg eine kleine Kirche errichtet - vermutlich ein Fachwerkbau, der später durch größere, massivere Bauten aus Bruchstein ersetzt wurde.

Entstanden war das kleine Gotteshaus auf gepachtetem Land. 35 Jahre später ging dieses Terrain, zu dem auch der gesamte Finkenberg gehörte, in den Besitz der reformierten Gemeinde über. Zum 1652 erfolgten Grunderwerb gehörte auch ein in unmittelbaren Nachbarschaft der kleinen Kirche liegender Gutshof, der einst der Familie von Aldenhoven gehört hatte. Dieser winkelförmige Bau, der von einem großen Garten umgeben war und im hinteren Bereich einen Brunnen besaß, wurde fortan für das Wohnen des reformierten Pfarrers und seiner Familie genutzt.

Umgebaut wurde der frühere Aldenhovensche Gutshof bereits drei Jahre nach seinem Erwerb. 1655 hatte man nämlich eine neue Außenmauer und ein neues aus Blaustein bestehendes Tor errichtet. Tor und Mauer haben überlebt und sind dort heute noch zu sehen. Den Wandel der Zeiten überlebt hat auch der Inschriftenstein der über die damalige Baumaßnahme Auskunft gibt. Denn links im Torbogen ist die Zahl 16 und rechts die Zahl 55 zu sehen. 1877 hat man das alte Pfarrhaus, die einstige Aldenhovensche Anlage, abgerissen und etwas versetzt auf dem gleichen Grundriss einen Neubau errichtet.

Dokumentiert wird auch diese Baumaßnahme durch eine in Stein eingelassene Jahreszahl. Denn unmittelbar über dem Hauseingang ist in der Fassade die Zahl 1877 zu sehen. Der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtete Bau wird heute als Gemeindeamt und Hausmeisterwohnung von Stolbergs evangelischer Kirchengemeinde genutzt: Im Erdgeschoss liegen die Büroräume und das Archiv. Im Obergeschoss wohnt der Hausmeister mit seiner Familie, der für das Ökumenische Gemeindezentrum im Frankental zuständig ist.

Neben den Jahreszahlen und dem schönen alten Torbogen besitzt auch die im Außenbereich des alten Pfarrhauses liegende Bank eine Besonderheit. Sie besteht nämlich aus einer zweigeteilten, großen Steinplatte, deren eine Hälfte von einer Inschrift gekennzeichnet ist: Vermutlich fand dort ein alter Grabstein vom nah gelegenen Kupfermeisterfriedhof eine Zweitverwendung als Sitzbank.

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