Fotografische Arbeit mit Hang zur Melancholie

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„Hotel zum Hirsch“ heißt diese Fotografie der Frechener Künstlerin Sabine Puschmann-Diegel. Zu sehen im Töpfereimuseum Langerwehe. Foto: Sabine Puschmann-Diegel

Langerwehe. Fotografien und Keramiken der Frechener Künstlerin Sabine Puschmann-Diegel zeigt das Töpfereimuseum Langerwehe in der neuen GangArt-Ausstellung „Mein rechter Platz ist leer“. Die Ausstellung wird am 25. November um 15.30 Uhr mit einer Lesung eröffnet. Die Kölner Journalistin Petra Berthold liest Gedichte und Texte zum Thema Leere. Sabine Puschmann-Diegel wird am Eröffnungstag von 14 bis 18 Uhr anwesend sein.

Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Lesung teilzunehmen und mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen. Etwas Melancholisches und Verletzliches schwingt mit in den Fotografien der Künstlerin Sabine Puschmann-Diegel. Die Bilder zeigen Orte und Räume, in denen sich keine Menschen mehr befinden: Ein verlassenes Kaffeehaus, in dem die Plastikrosen noch in Staub erblühen. Den alten Holzstuhl vor der Steinzeugfabrik Cremer & Breuer, dem ehemaligen Glanzstück Frechens. Ein ältliches Arbeitszimmer. Die abgegriffene Tapete an der Wand oder die vergessene Puppe auf der Treppe.

Aber die Präsenz der Menschen, die früher dort waren, lässt sich deutlich spüren. Hier wurde etwas Belebtes zurückgelassen, etwas, das am Herzen lag, zum Leben gehörte und mit dem man sich wohl fühlte. Die keramischen verzogenen Stuhl-Skulpturen nehmen diese Sensibilität in neuer Weise auf.

Phantasie auf Reisen

Die Arbeiten lassen die Phantasie auf Reisen gehen und erzählen kleine Geschichten, wenn man in sie eintaucht. Denn etwas hat sich verändert – der rechte Platz ist leer. Die Künstlerin Sabine Puschmann-Diegel bezeichnet ihre fotografischen Arbeiten als Dokumentations- oder Schnappschussfotographie.

Meist macht sie nur eine Aufnahme pro Motiv und Blick. Auch als Stillleben anmutende Kompositionen wurden nicht zusammengestellt oder komponiert, sondern wurden so vorgefunden und im Moment festgehalten. Nachträglich wird das Motiv nicht digital bearbeitet.

Neben der Fotografie stellen die keramische Plastik und die Malerei weitere Schwerpunkte ihres künstlerischen Schaffens dar. Sabine Puschmann-Diegels Arbeiten sind in namenhaften Museen und Sammlungen vertreten. Ihre rege Ausstellungstätigkeit führte sie ins europäische Ausland und immer wieder nach Asien.

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