Forum: Welche Zukunft haben Stolbergs Sportvereine?

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Wenn es um die Sportplätze geht, liegt Stolberg im Rennen mit den ihm umgebenden Kommunen derzeit weit im Hintertreffen. Während jenseits der Stadtgrenzen immer mehr Kunstrasenanlagen entstehen, kann in der Kupferstadt bis dato alleine der VfL Vichttal einen solch modernen Platz nutzen.

Der zu erwartende Effekt hat sich eingestellt: Während den Vereinen vor allem in der Innenstadt die Kinder und Jugendlichen förmlich davonlaufen, erlebt der Fusionsklub auf dem Dörenberg einen gewaltigen Ansturm im Nachwuchsbereich.

Dass moderne und somit zeitgemäße Sportstätten die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Vereinsarbeit sind, gilt allgemein als unumstritten. Die Meinungen gehen jedoch mitunter weit auseinander, wenn es um die Frage geht, was in Stolberg in Zeiten der Haushaltskonsolidierung nötig und auch machbar ist.

Die große Koalition aus SPD und CDU hat ihre Antwort vor zwei Wochen im Gespräch mit unserer Zeitung gegeben und ein Sportstätten-Konzept vorgestellt, das sie angesichts leerer öffentlicher Kassen mit einer unumstößlichen Priorität versieht: „Kostenneutralität”. Aufgrund der drohenden Überschuldung, die durch die Teilnahme am „Stärkungspakt Stadtfinanzen” des Landes Nordrhein-Westfalen und damit verbunden mit einem strengen Sparkurs abgewendet werden soll, sehen die beiden Mehrheitsfraktionen keine Grundlage für sogenannte „freiwillige Leistungen”. Alleine durch die Aufgabe und Vermarktung derzeit noch bestehender Plätze könne ein finanzieller Spielraum für die Sanierung verbleibender Anlagen geschaffen werden.

Eine erste konkrete Ansage hat es in der Zwischenzeit gegeben: 900.000 Euro und ein städtisches Grundstück will die Politik dem SV Breinig zur Verfügung stellen, damit dieser seine Pläne von einem „Sportpark” - verbunden mit einem erheblichen Eigenanteil - realisieren kann. Das setzt voraus, dass das Areal des bisherigen Aschenplatzes in Bauland umgewandelt und verkauft wird. Daraus erzielte Überschüsse sollen zur Schuldentilgung und auch zur Ertüchtigung weiterer Plätze eingesetzt werden.

Konkrete Zahlen hierzu gibt es bis dato jedoch nicht. Möglicherweise ändert sich das am Donnerstag, 18. Oktober. Dann lädt unsere Zeitung im Rahmen ihrer derzeit laufenden Meinungskampagne ab 18.30 Uhr zu einem Forum in den Saal von „Angies Bistro” in Büsbach ein. Der Titel soll dabei Programm sein: „Reizthema Sportplätze: Welche Zukunft haben Stolbergs Vereine?”

Dazu werden Vertreter aus Sport, Verwaltung und Politik Stellung beziehen - zunächst auf dem Podium im Gespräch mit Vertretern unserer Redaktion, im Anschluss auch in der Diskussion mit den Zuhörern, denen die Möglichkeit geboten wird, Fragen zu stellen und kritische Anregungen zu machen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.
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