Förderverein-Urgestein des „Ritze“ geht in den Ruhestand

Von: ds
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Stolberg. „Da steckt viel mehr hinter als Geld einnehmen und ausgeben.“ Armin Ochse bringt es mit dieser Aussage auf den Punkt. Denn der Schulleiter des Ritzefeld-Gymnasiums weiß, dass mit der Hauptaufgabe eines Fördervereins eben auch ein riesiger Berg Arbeit einhergeht.

 Und so ist es auch beim Förderkreis des Ritzefeld-Gymasiums. Seit 1978 ist er integrierter Bestandteil der Schule. Seine Aktivitäten beziehen sich auf die Unterstützung der Erziehungsarbeit, der Mitgestaltung des Schullebens. Schulleitung und der Vorsitzende der Schulpflegschaft arbeiten eng mit dem Förderverein zusammen und unterstützen die Aktivitäten und Initiativen in besonderem Maße.

22 Jahre lang hat Ulrich Kuckelkorn den Förderkeis des „Ritze“ geprägt, über 20 Jahre als Vorsitzender. „Wir können Sie mit Fug und Recht Urgestein nennen, Sie haben sich unheimlich lange engagiert und das Geschäft des Förderkreises großartig betrieben“, lobt Armin Ochse den pensionierten Richter, der jetzt auch in Sachen Ehrenamt in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Aushängeschild des Vereins

Der nimmt das Lob gerne an, betont aber auch: „Man macht so etwas nie allein! Ich war nur das Aushängeschild, die meiste Arbeit hat Horst gemacht.“ Und damit ist auch schon das nächste „Urgestein“ an der Reihe. Horst Reidt ist Schatzmeister und bleibt dem Förderkreis noch eine Amtsperiode erhalten. „Wir fördern im Jahr zwischen 5000 und 12000 Euro und hatten auch schon mal ein Jahr mit 17000 Euro“, sagt der 82-Jährige.

Reidts Tochter Susanne hat bereits 1984 Abitur gemacht, in dem Jahr standen Neuwahlen im Förderkreis an. „Da hatte ich mir gedacht: Du kannst ja jetzt nicht einfach abhauen. Und so wollte ich noch eine Periode dranhängen“, erinnert er sich und muss lachen, da er bis heute das Amt bekleidet. „Das berühmte Ehrenamt, irgendeiner muss es ja machen“, haben sich Horst Reidt und Ulrich Kuckelkorn auf die Fahnen geschrieben, den Teamgedanken stets gelebt, die Bürokratie kleinstmöglich gehalten und sich gegenseitig unterstützt.

„Irgendwann wird aber der Abstand zur Schule immer größer, dann wird es Zeit zu gehen“, so Kuckelkorn. Seine Kinder Jochen, Julia und Judith haben ebenfalls schon vor etlichen Jahren ihr Abitur gebaut. „In der heutigen Zeit über zwei Jahrzehnte im Ehrenamt tätig gewesen zu sein, noch weit nach dem direkten Bezug zur Schule, das ist lobenswert“, sagt Heiner Flink. Er ist der neue Vorsitzende des Förderkreises.

Ausgeschieden sind auch Katharina Smyra (Schriftführerin) und Petra Krumholz (Beisitzerin), Nachfolger sind Jürgen Baral als Schriftführer und Willi Stockem als Beisitzer. Er wird unterstützt von Dorothea Simon, die ebenfalls schon lange im Vorstand des Förderkreises tätig ist.

Die finanziellen Mittel, die das Land und die Stadt für den Schulbetrieb bereitstellen, reichen meist nur für den alltäglichen Betriebsablauf. Viele Wünsche müssen offen bleiben oder können nur mit großer zeitlicher Verzögerung in die Tat umgesetzt werden. Hier kann der Förderkreis in enger Zusammenarbeit mit der Schule effektiv, rasch und unbürokratisch mitgestalten. Der Kreis verwaltet eingehende Mitgliedsbeiträge – zurzeit gut 500 Zahler – und Spendengelder sowie Mittel, die zum Beispiel bei Schulfesten und Sponsorenläufen erwirtschaftet werden.

Seit 1978 wurden viele Anschaffungen in den einzelnen Fächern des Ritzefeld-Gymnasiums getätigt, die unterschiedlichsten Veranstaltungen der Schule gefördert, die Ausstattung der Mensa und des Spieleraums mitgestaltet und immer wieder Schüler finanziell unterstützt, sei es bei Förderunterricht oder Fahrten der Schule. Von der Hardware für Roboterkurse über Musikinstrumente und Billardtisch sowie Aquarium bis hin zum Stundenplanprogramm und der Ausstattung einer Chemie-AG sowie Zirkus-AG reicht die Palette der Unterstützung.

„Wenn die Sachen, die der Förderkreis organisiert und angeschafft hat, nicht da wären, wäre die Schule nackt“, betont Ulrich Kuckelkorn.

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