Förderverein fürchtet um Zukunft der Bücherei

Von: gro
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Über die Buchausleihe hinaus hat die Stadtbücherei in den vergangenen Jahren ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche angeboten. Vor allem in diesem Bereich befürchtet der Förderverein erhebliche Einschnitte und dauerhaft negative Auswirkungen. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Der personelle Aderlass in der Stadtbücherei ist groß, und das ruft den Vorstand des Fördervereins auf den Plan. In einer schriftlichen Stellungnahme appelliert er an die Verwaltung, den zunächst ersatzlosen Wegfall von 3,5 der ehemals 6,7 Stellen in der städtischen Einrichtung kurzfristig zu kompensieren und Wiederbesetzungssperren aufzuheben.

Der Vorsitzende Gottfried Frings, seine Stellvertreterin Barbara Bisping-Bau und Beisitzerin Marita Kämmerer-Valentin haben das Schreiben an die Stadt verfasst. „Drei Fördervereinsmitglieder unterstützen die bisherige nachhaltige Arbeit durch engagierte Mitarbeit und diverse Zusatzangebote, die Kontinuität kann aber nur durch festes Personal gewährleistet werden”, heißt es darin.

In einem Gespräch mit unserer Zeitung hat Barbara Bisping-Bau am Dienstag bestätigt, dass der Förderverein um die Substanz der Bücherei fürchtet. Im Fokus der Kritik steht dabei die Stelle einer Mitarbeiterin, die gekündigt hat und vorerst nicht ersetzt werden soll. „Der Kinder- und Jugendbereich der Bücherei steht und fällt mit dieser Stelle”, berichtet Bisping-Bau, die das in den vergangenen Jahren in diesem Bereich Erreichte in Gefahr sieht.

Die Kritik des Fördervereins setzt noch an einem anderen Punkt an: den Finanzen. Die Stadtbücherei verfügt für 2010 über einen Etat von 12.000 Euro. „Um die Informationsvermittlung, die Bereitstellung von Literatur und die Aufgaben der Leseförderung zu erfüllen, reicht dieser Betrag nicht aus”, so die Vorstandsvertreter. Der Förderverein setzt - mit Bezugnahme auf vergleichbare Einrichtungen anderer Kommunen in der Region - eine Summe von rund 30.000 Euro pro Jahr an.

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