Stolberg - Förderung für frische Farbe an den Fassaden

Förderung für frische Farbe an den Fassaden

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Die Visitenkarte der Kupferstadt: Damit Eigentümer die Fassaden ihrer Gebäude in der Stolberger Innenstadt fein und sauber herausputzen, möchte die Stadt sie finanziell unterstützen. Foto: J. Lange

Stolberg. Wer jetzt darüber nachdenkt, die Fassade seines Hauses in der Innenstadt zu restaurieren, sollte sich mit seiner Entscheidung über die Details noch ein paar Tage in Geduld üben. Denn die Kupferstadt Stolberg legt ein Förderprogramm auf. Es ist Bestandteil des Entwicklungskonzeptes Talachse Innenstadt.

Bis zu 50 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten, maximal 30 Euro pro Quadratmeter hergerichtete Fläche beträgt der Zuschuss, der auf einen Höchstbetrag von 15 000 Euro begrenzt wird. Am 20. August beraten der Ausschuss für Stadtentwicklung sowie am 25. August Hauptausschuss und Stadtrat über die Richtlinien für die Zuwendungen an private Bauherren.

„Nur im engen Zusammenspiel von öffentlichen Maßnahmen und privaten Investitionen kann das Ziel erreicht werden, bauliche Missstände zu beheben, das Stadtbild aufzuwerten und die Innenstadt nachhaltig zu stärken“, erläutert Tobias Röhm. „Die Innenstadt ist die Visitenkarte der Kupferstadt Stolberg“, so der Technische Beigeordnete weiter. Bereits kleinere Maßnahmen wie ein frischer Anstrich und ein ansprechend gestaltetes Erdgeschoss könnten die Attraktivität positiv beeinflussen.

Aus diesem Grunde sollen die Bemühungen privater Investoren finanziell flankiert werden. Ein vergleichbares Programm hat bereits in den 1980/90er Jahren Akzente in Stolberg setzen können. Nun wird das Fassadenprogramm für den Geltungsbereich des Entwicklungskonzeptes von der Mühle bis zum Willy-Brandt-Platz aufgelegt. Für das Budget sind insgesamt 87.000 Euro veranschlagt, die das Land mit 80 Prozent bezuschusst, so dass der kommunale Eigenanteil bei 17.400 Euro liegt – wenn die Investoren alle Mittel abrufen. Ansprechpartner dafür soll in erster Linie das Quartiersmanagement im Steinweg sein.

Gefördert werden sollen beispielsweise die Gestaltung von Gebäudeaußenwänden, Renovierung und Restaurierung von Fassaden inklusive von Stuckarbeiten sowie die künstlerische Gestaltung von Fassaden, Wänden oder Grenzmauern, die Erneuerung oder Herrichtung von Dacheindeckung und Gauben. Aber auch die Begrünung von Dachflächen, Fassaden, Mauern und Garagen, die Entsiegelung befestigter Hofflächen oder der Abbruch störender Gebäudeteile und Mauern sowie die Schaffung und Gestaltung von nicht-öffentlichen Grünflächen kann Gegenstand einer Förderung werden. Interessant dabei ist, dass auch Nebenkosten für die Beratung und Planung durch Ingenieure oder Architekten berücksichtigt wird.

Voraussetzung ist in jedem Fall aber, dass die Maßnahmen „zu einer wesentlichen Aufwertung des Stadtbildes führen bzw. die Standortqualitäten für die Bevölkerung deutlich und nachhaltig verbessert werden“, heißt es in den Richtlinien, die Neubauten und Instandhaltung ausschließen.

Wichtig für interessierte Immobilienbesitzer ist es, dass eine Zuwendung nur gewährt wird, wenn mit der Maßnahme noch nicht begonnen wurde und sie im Vorfeld mit der Stadt abgestimmt worden ist. Informationen und Anträge dazu werden im Quartiersmanagement erhältlich sein. Nach Beratung und Prüfung der Anträge informiert ein Bewilligungsbescheid über den Umfang der Förderung. Innerhalb eines Jahres muss die Maßnahme abgeschlossen sein. Die Richtlinien sollen bereits am Tage des absehbaren Ratsbeschlusses am 25. August in Kraft treten.

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