Flüchtlinge und ihre Paten treffen sich zum Grillabend und Austausch

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Bei einem gemütlichen Grillabend tauschten sich jetzt Flüchtlinge und ihre Paten aus. Der SkF sucht weitere Helfer für das Projekt. Foto: Katja Buchstaller

Stolberg. Die Koordinatorinnen des Flüchtlingspatenprojekts „Gemeinsam Wege gehen“, Katja Buchstaller und Yvonne Rößner, hatten jetzt die Paten und ihre Patenfamilien und ihre Kinder (Mentees) des Projektes zu einem Mitbring-Grillabend im Innenhof des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Stolberg eingeladen.

Beim monatlichen Treffen sollte dieses Mal ein gemütliches Zusammensein, statt der sonstigen Klärung von Fragen und des Austauschs im Vordergrund stehen. Das Projekt besteht seit August 2015 und wird durch das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ sowie das Bistum Aachen gefördert.

Interesse, auch die Patenkinder und ihre Familien der anderen kennen zu lernen, einen gemütlichen Abend miteinander zu verbringen oder sich darüber auszutauschen, welche Erfahrungen es in der Ausübung der Patenschaft gibt, waren Motivationen der Gäste der Einladung zum Grillabend zu folgen.

Es wurde bei dieser Gelegenheit rege geplaudert und gelacht. Ein Mädchen aus Syrerin berichtete, dass sie mit ihrer sechsköpfigen Familie hier ist und sie die 7. Klasse der Realschule in Mausbach besucht. Die Schule mache ihr viel Spaß. Und die Flüchtlings-Paten helfen ihr etwa bei den Hausaufgaben. Auch an diesem Abend hatte sie Fragen zu Längen- und Breitengraden, einem aktuellen Schulthema.

Einem jungen Mann aus Mali erklärte sein Pate die Post der Sparkasse und was nun zu tun sei. Bei einer jungen Familie aus Eritrea ging es um die anstehenden Veränderungen durch die Geburt des Kindes.

Noch zu Fußballturnier

Ein anderes Patenpaar begleitete sein Patenkind aus Afghanistan im Anschluss an den Grillabend noch zum Hallenfußballtunier. Sie unterstützen ihn bei seinem Hobby und begleiten ihn regelmäßig zum Training oder zu Spielen. „Als Pate hilft man bei Posteingängen oder begleitet Arzttermine, erklärt bei Terminen pünktlich zu sein oder gibt Alltagstipps. Man übernimmt eine Art Lotsenfunktion“, sagt Katja Buchstaller. Das hat sich auch an diesem Abend gezeigt.

Dabei liegt der Reiz für die Paten nicht nur darin anderen Menschen zu helfen, sondern sie auch persönlich kennenzulernen oder gemeinsame Fortschritte zu erleben. „Man bekommt auch etwas zurück“, sagen die Paten auf Nachfrage. Zum Teil haben sich inzwischen auch Freundschaften zu ihren Patenkindern und den Familien entwickelt.

„Für das Projekt suchen wir fortlaufend neue Paten, die Flüchtlinge in Stolberg kennenlernen und unterstützen möchten. Ein Teil unserer Paten ist berufstätig, studiert oder sind anderweitig eingebunden, so dass sie ihre Zeit für das Engagement flexibel nutzen. Das ist kein Problem und lässt sich gut im Projekt umsetzten“, ergänzt Katja Buchstaller.

Katja Buchstaller und Yvonne Rößner begleiten und beraten Interessenten zum inhaltlichen und zeitlichen Umfang vor Aufnahme sowie bei Fragen während der Patenschaft. Interessenten vereinbaren einen Termin zum Informationsgespräch.

Kontakt: Projekt Flüchtlingspatenschaften – Gemeinsam Wege gehen“, SkF Stolberg, Birkengangstraße 5, Stolberg, E-Mai: roessner@skf-stolberg.de oder buchstaller@skf-stolberg.de oder Telefon 951640 (Zentrale).

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