Stolberg - „Fluch der Ehe“: Viel Vergnügen, viel Witz und ein wenig Erotik

„Fluch der Ehe“: Viel Vergnügen, viel Witz und ein wenig Erotik

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Die Theatertruppe „TheaterKristall“ spielt am Samstag in Stolberg drei Geschichten vom Fremdgehen.

Stolberg. Die Aachener Theatertruppe „TheaterKristall“ tritt am Samstag, 12. Januar, 20 Uhr, im Kulturzentrum Frankental auf. TheaterKristall führt in „Fluch der Ehe“ mit drei Episoden ins Japan des 15. Jahrhunderts, ins koloniale Neuseeland der 20er Jahre und wieder zurück nach Europa.

Die Geschichten handeln vom Fremdgehen und Heimkehren und sind sicher so alt wie die Ehe selbst. Vergnüglich kann sich das Publikum über die Verstrickungen müde gewordener Eheleute amüsieren, denn das Motto lautet in diesem Jahr: viel Vergnügen, hintergründiger Witz, ein bisschen Erotik – und alles ohne Comedy.

„Die Buße“ ist ein altes Stück aus Japan, dessen Verfasser nicht mehr bekannt ist. Ein reicher Beamter aus alter Samuraifamilie leistet sich ein Teehausmädchen. Leider kann er die neunmal tausend Freuden nicht genießen, denn seine Frau riecht den Braten und versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass ihr Mann das Haus verlässt. Wird es ihm trotzdem gelingen?

„Die schwarze Mütze“ stammt aus der Feder von Katherine Mansfield. Eine Frau will ihren höchst gleichgültigen Ehemann verlassen und mit ihrem Liebhaber durchbrennen. Am Bahnhof erscheint der Geliebte jedoch mit einer scheußlichen schwarzen Mütze, weil er seinen Hut verloren hat. Plötzlich sieht die Frau ihn mit ganz anderen Augen. Wird die Leidenschaft siegen?

„Chez Minim“ verfasste Christian Morgenstern. In flagranti erwischt, weiß der Ehemann keinen anderen Rat, als seiner Frau klarzumachen, dass sie ein Geist sei, weil sie doch vor ein paar Stunden gestorben wäre und vor ihm im Bett läge. Wer dort liegt, ist allerdings seine Geliebte mit einem Tuch überm Gesicht. Seine Frau spielt das Spiel mit. Glaubt sie ihrem Mann oder hat sie andere Gründe? Diese Fragen wird TheaterKristall im neuen Programm beantworten.

TheaterKristall ist eine freie Theatertruppe aus Aachen und mittlerweile seit fünf Jahren auf den Bühnen. Der Leiter der Truppe, Dr. Karl Schulz, ist darauf besonders stolz. „Ich möchte unseren Zuschauern Vergnügen bereiten, und sie sollen mit dem Gefühl aus dem Theater gehen, einen schönen Abend verbracht zu haben. Aber die Zuschauer sollen auch etwas mitnehmen, vielleicht ein bisschen Nachdenklichkeit, vielleicht das Gefühl, den Spiegel vorgehalten bekommen zu haben, vielleicht ein Schmunzeln über Menschliches und allzu Menschliches. Ich möchte die Zuschauer überraschen, aber nicht schockieren oder erschrecken“, erklärt er seine Idee.

Er sucht seit Jahren unbekannte Stücke von Klassikern, um sie auf kleinen Bühnen zu präsentieren, denn Klassiker sind Klassiker geworden, weil sie nun mal zeitlos gut sind. So standen unter anderen schon Giacomo Leopardi, Anton Tschechov, J. Millington Synge, Leo Tolstoi, Georges Courteline, Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz, Ludwig Thoma und Erich Mühsam auf dem Programm.

www.theaterinaachen.de

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