Stolberg - Flamenco als Vorgeschmack auf „Stolberg goes Espana”

Flamenco als Vorgeschmack auf „Stolberg goes Espana”

Von: Marie-Luise Otten
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Musikalischer und optischer Genuss: Das Düsseldorfer Flamenco-Trio begeisterte das Stolberger Publikum bei der Neujahrs-Matinee.

Stolberg. Spanisches Temperament in jeder Hinsicht bot das Flamenco-Trio aus Düsseldorf - Daniel Sommer mit mitreißenden Klängen an der Gitarre, Antina als feuriger Wirbelwind, der die Bühnenbretter zum Beben bringt, und David Alcántara mit rhythmischem Gesang und Percussion.

Der von vielen kulturellen und musikalischen Einflüssen geprägte Flamenco entstand aus der Verfolgung der spanischen Zigeuner und vereinigt heute rund 50 verschiedene Musikrichtungen. Von traurig und melancholisch über dramatisch bis zu fröhlich reichen die Facetten dieser Einheit aus Musik und ausdrucksstarkem Tanz.

Die Neujahrsmatinee im gut besuchten Zinkhütter Hof zeigte einen Vorgeschmack auf das Ende Mai stattfindende Ereignis „Stolberg goes Espana”.

Während Daniel Sommer die spanische Musik meisterhaft und virtuos auf seinem Instrument darbot, unterstrich Antina den Rhythmus der cante chico durch Stampfen mit den Füßen und Händeklatschen.

In eindrucksvoller, stolzer Haltung im typisch langen Kleid schritt sie über die Bühne und schwenkte ihren Rock wie ein Torero sein rotes Tuch. Das werbende Spiel des Körpers, eine Mischung aus Selbstdarstellung und Verführung, forderte höchste Konzentration der musikalischen Begleiter. Die Zuschauer waren begeistert.

Schnelle Stücke wechselten mit ruhigen, sehnsüchtigen, traurigen, Tanz mit reiner Instrumentalmusik. Überschäumende Lebensfreude zeigte sich in den minutenlangen wiederholten Rhythmen und versetzten Künstler wie Zuhörer in Trance und Raserei. Die Drei hatten Spaß an ihrem Tun, und diese feurige Mischung kam beim Stolberger Publikum bestens an.

Aber nicht nur traditionelle Interpretationen wurden dargebracht, auch eigene innovative Arrangements, temperamentvoll bis sentimental, standen auf dem Programm. Da wurde von Einsamkeit erzählt, aber auch von überschwänglicher Lebensfreude. Die Stücke luden zum Träumen ein und zum Ausbruch unbändigen Glücks.

Orientalisch anmutende Klagen über den Verlust eines geliebten Menschen oder die unerreichte Liebe mit vielen Ausschmückungen der Melodie gehörten zum Repertoire des aus Cadiz stammenden Alcántara, der mit ausdrucksstarker Stimme die Gefühlswelt der spanischen Lieder interpretierte.

Mit tosendem Applaus bedankte sich das Publikum für dieses musikalische Feuerwerk.
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