Stolberg - Finanzielle Förderung für engagierte Bürger

Finanzielle Förderung für engagierte Bürger

Von: dim
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Stolberg. Öffentliches und privates Engagement für die Erhaltung und Entwicklung der Stolberger Innenstadt soll im Optimalfall Hand in Hand gehen. Und zwar nicht nur mit hohen Summen, sondern auch in überschaubaren Details. Daher gibt es den Verfügungsfonds für die „Talachse Innenstadt“, aus dem private Investitionen 1:1 gefördert werden können.

„Dazu stehen zunächst 22.500 Euro an Fördermitteln für drei Jahre bereit, der Topf kann aber je nach Engagement der Bürger aufgestockt werden“, erläuterte Dominik Erbelding von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft DSK. Im Parkhotel am Hammerberg erklärte er, dass mit dem Fonds kleinteilige und nicht kommerzielle Projekte und Aktionen angestoßen werden sollen, die der Innenstadt zu Gute kommen.

Die eine Hälfte der Kosten müssen privat getragen werden, die andere Hälfte kann aus dem Verfügungsfonds beigesteuert werden. „Voraussetzung ist, dass vor dem Erhalt des Zuwendungsbescheid noch nicht mit der Umsetzung des Projekts begonnen wurde“, sagte Erbelding. Anträge auf Förderung können mit Hilfe des Quartiersmanagements am Steinweg 73 (siehe Infokasten) gestellt werden, ein Gremium aus Fachleuten und Bürgern entscheidet anschließend, ob die Idee gefördert wird.

Grundsätzlich förderfähig seien investive Maßnahmen, führte Erbelding aus und nannte Beispiele wie Bänke, Spielgeräte, die bauliche (Um-)Gestaltung von Plätzen oder Straßen, Grün- und Blumengestaltung, Kunst im öffentlichen Raum und die Anschaffung von Weihnachtsbeleuchtung. Wobei Errichtung und Anschaffung gefördert werden könnten, Pflege, Wartung oder Einweihung jedoch nicht. „Auch investitionsvorbereitende Maßnahmen wie die Durchführung von Wettbewerben, Unternehmens- und Passantenbefragungen, investitionsanreizende Beratung von Eigentümern, fachliche Begleitung von Maßnahmenumsetzungen und Konzeptionierungen investiver Maßnahmen sind förderungsfähig.“

Dominik Erbelding stellte als konkrete Beispiele leichte Blumenkübel vor, die bei Geschäftsschluss in die Läden gestellt werden können, und alternativ gut 500 Kilogramm schwere Blumenbehältnisse, die durch ihr Gewicht diebstahlsicher sind. „Es geht darum, die Aufwertung vor der Türe zu fördern, aber auch das Miteinander von Bürgern, Eigentümern und Geschäftsleuten.“ Dementsprechend könnten auch nicht investive Maßnahmen gefördert werden. Etwa Veranstaltungen zur Kundengewinnung, die Erstellung von Informationsmaterial, Fort- und Weiterbildungsangebote, Marketingaktionen oder Serviceoffensiven sowie die Zwischennutzung von Leerständen.

Der erste Antrag auf Förderung aus dem Verfügungsfonds liegt dem Entscheidungsgremium übrigens bereits vor. Dabei geht es um Kunst im öffentlichen Raum: Der Durchgang von der Burgstraße 19 zu der Straße In der Schart sei immer wieder Ziel von amateurhaften Graffiti, die unter die Rubrik Sachbeschädigung fallen. Abhilfe Schaffen wollen Bürger, indem sie zur Hälfte die Kosten für ein professionelles und kunstvolles Graffito tragen möchten und auf Förderung aus dem Verfügungsfonds hoffen.

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