Film bietet Zündstoff: Diskussionen bei der Jungen Union über Flüchtlinge

Von: ch
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Miteinander im Gespräch: Der Aachener Regisseur Michael Chauvistré (4. von links) stellte beim Filmabend der JU zwei Produktionen vor, die er zusammen mit jungen Flüchtlingen wie Joussef aus Palästina gedreht hat. An der Diskussion beteiligten sich auch die Stolnerher JU-Vorsitzende Saskia Bläsius (Mitte) und der Bezirksvorsitzende Marco Johnen (rechts mit Plakat). Foto: Christoph Hahn

Stolberg. Das war nicht bloß eine politische Veranstaltung im üblichen Sinn: Die Junge Union (JU) Stolberg stellte bei ihrem „Filmabend“ im Kinosaal des Kulturzentrums an der Frankentalerstraße zwei Produktionen des Regisseurs Michael Chauvistré vor. Im Mittelpunkt: die aktuelle politische Wirklichkeit, die der Flüchtlinge, besonders die der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge.

Einige von ihnen, untergebracht in der Aachener Einrichtung „Maria im Tann“ und angeschlossenen Wohngruppen, haben zusammen mit Chauvistré und seiner Frau Miriam Pucitta die Streifen „Wie geht Deutschland?“ (2012) und „Eine Banane für Mathe“ (2014) gedreht. Im Doppelpack wurden beide Filme von der JU-Vorsitzenden Saskia Bläsius und ihren Mitstreitern im Kulturzentrum dem Publikum – darunter längst nicht nur Mitglieder der Union – präsentiert.

Beide Filme überzeugten als authentische Dokumente darüber, wie junge Menschen aus Palästina, Äthiopien und anderen Ländern, Menschen die von Bürgerkriegen und anderen Unruhen geflohen sind, heute hier leben. Die Hilfen zur Bewältigung des Alltags im Sinne einer konkreten Handlungsanweisung, die zumindest „Wie geht Deutschland?“ schon dem Titel nach enthält, werden dem Publikum in Stolberg wenig wichtig gewesen sein.

Aber sie boten Zündstoff für Diskussionen, für Nachfragen, wie das den sei mit dem Rassismus (für Joussef aus Palästina, der mit Regisseur Chauvistré aus Aachen mitgekommen war, bisher kein Thema) und anderen Problemen im Zusammensein mit denen, die schon länger hier leben, aussieht.

So boten denn beide Filme genügend Anregungen für substanzreiche Gespräche. Denn an einem ließen weder Saskia Bläsius noch der JU-Bezirksvorsitzende Marco Johnen einen Zweifel übrig: Ein menschlicher Umgang mit Flüchtlingen, die sich in ihrer neuen Heimat vielfach mit dem Hass ihrer Mitmenschen konfrontiert sehen, und sachliche politische Debatten liegen gerade den jungen Christdemokraten am Herzen.

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