Feuerwehrverband steht kurz vor Auslösung

Von: rip
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Stolberg. Der Feuerwehrverband des Landes NRW (LFV), dem auch die Freiwillige Feuerwehr Stolberg angehört, muss Insolvenz anmelden und steht kurz vor der Auflösung.

Das teilt der Verband auf seiner Internetseite mit. Der Grund: Der Betreiber des Feuerwehr-Tagungshotels Phönix in Bergneustadt im Oberbergischen Kreis war zuvor in die Insolvenz gegangen. Der LFV hatte Landeszuschüsse - rund 2,7 Millionen Euro - in einen Komplett-Umbau des Schulungszentrums investiert. Doch wegen massiver Baukostenüberschreitungen konnte das Hotel sich nicht mehr länger selbst tragen. Daraufhin strich das Land die Fördergelder.

„Für die Feuerwehr in Stolberg hat die Insolvenz keine besonderen Auswirkungen”, sagt Toni Sturz, Leiter der städtischen Wehr. „Weder feuerschutztechnisch noch finanziell.” Denn die Ausrüstung werde durch Zuschüsse bezahlt, die direkt vom Land kämen und nicht über den Verband. In der Kupferstadt seien das - der Fläche und Einwohnerzahl entsprechend - 100.000 Euro im Jahr.

Lediglich geringe Einschränkungen müsse die Stolberger Feuerwehr gegebenenfalls hinnehmen, so Sturz. „Wir erhalten vom LFV zum Beispiel monatlich eine Zeitschrift mit Informationen unter anderem über Löschtechniken. Falls der Verband sich auflöst, könnte die wegfallen.” Auch auf das Bergstädter Tagungshotel könnten die Stolberger Wehrleute vorerst verzichten. „Wir schicken höchstens ein bis zwei Leute jedes Jahr dahin”, sagt Sturz. „Das sind nur zusätzliche Fortbildungen. Die wichtigen, etwa Führungslehrgänge, finden im Institut der Feuerwehr in Münster statt.”

Sollte sich der LFV aufgrund der Insolvenz tatsächlich auflösen - immerhin sind Präsident und Stellvertreter bereits zurückgetreten - sieht Sturz dennoch keinen Grund zur Sorge. „Auf Dauer kann und wird der Verband nicht wegfallen. Er ist eine erforderliche Einrichtung.” Das zeigt auch die Internetseite des LFV. Laut ihr hat sich der Verbands-Ehrenvorsitzende Klaus Schneider schon bereit erklärt, gemeinsam mit einem Team aus erfahrenen Feuerwehrleuten den Aufbau eines neuen Verbandes vorzubereiten.
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