Feuerwehrleute über an der Gesamtschule den Ernstfall

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Trotz Regens voll konzentriert: Beim 39. Leistungsnachweis der Feuerwehren in der Städteregion sitzt jeder Handgriff. Nur so kann ein Feuer möglichst rasch gelöscht werden.

Herzogenrath. Im strömenden Regen rückten am Samstagmorgen die Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren aus der Städteregion in Kohlscheid ein. Vor und in der Gesamtschule fand den ganzen Tag der Leistungsnachweis statt, in dem 304 Feuerwehrleute aus 46 Gruppen ihren hohen Ausbildungsstand unter Beweis stellten.

In vier verschiedenen Disziplinen aus ihrem Tätigkeitsalltag maßen sich die Teilnehmenden. Während unter der Woche in den Klassenräumen die Köpfe der Gesamtschüler rauchen, brüteten am Samstag die Löschzüge über einer umfangreichen Theorieprüfung.

Hierbei wurde ein breitgefächertes Wissen von erster Hilfe über die rechtlichen Grundlagen der Arbeit bis hin zu technischen Fragen der Fahrzeugkunde geprüft. An einer zweiten Station wurden Knoten und Stiche geschlagen.

Die Knotenkunde der Feuerwehren kennt eine Vielzahl von Knoten, deren Einsatzbereiche beispielsweise in der Personenrettung oder im Lastentransport liegen. Ein besonderes Augenmerk liegt daher nicht nur auf Schnelligkeit, sondern auch auf Genauigkeit und Belastbarkeit des Knotens. Sportlich wird es beim Staffellauf auf dem Sportplatz der Schule. In der letzten Übung wurde zunächst gewürfelt. Je nach Ergebnis war eine Wasserentnahme aus dem Hydranten oder einer anderen Quelle vorzuführen mit anschließendem Löschangriff auf eine Zielscheibe.

Die Teilnahme am Leistungsnachweis ist nicht verpflichtend, aber dennoch beliebt. Als Ansporn werden Urkunden über erfolgreiche Teilnahmen und Ehrenabzeichen ausgegeben. Neben der Leistungsschau stehen noch weitere Aspekte stark im Mittelpunkt: Gegenseitiges Kennenlernen und Kameradschaftspflege.

„Wenn man sich kennt, kann man viel besser zusammenarbeiten“ und dass das die Belastungsprobe hervorragend überstehe, haben die Feuerwehren erst kürzlich beim Hochwassereinsatz am Niederrhein bewiesen, berichtet Feuerwehrsprecher Ralf Jüsgens als Begründung für die regelmäßigen Übungen.

Der Leistungsnachweis der Feuerwehren fand in diesem Jahr bereits zum 39. Mal statt. Freiwillige Feuerwehren aus Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen, Simmerath, Stolberg und Würselen kommen dafür jährlich an einem anderen Ort zusammen. Nachdem die Wehren zuletzt in Simmerath gastierten, zeichnete in diesem Jahr der Kohlscheider Zug unter Detlev Busse für die Durchführung verantwortlich.

Im Verband wird darauf geachtet, die Veranstaltungsorte zu alternieren und möglichst quer durch die Region zu verteilen. Durch die guten Kontakte auch zu anderen Verbänden konnten Gäste aus der Stadt Aachen und sogar aus Köln bei der Übung begrüßt werden. Erstmalig nach der Novelle des Brandschutz-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzgesetzes (BHKG), der rechtlichen Grundlage der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen, im Januar konnten auch Mitglieder der Jugendfeuerwehren ab 16 Jahren am Leistungsnachweis teilnehmen. Elf Jugendliche nahmen diese Möglichkeit wahr und waren genau wie die volljährigen Kameraden voller Elan in Kohlscheid dabei. Auch wenn es durchaus noch mehr sein könnten, freut sich Ralf Jüsgens über einen wachsenden Frauenanteil in den Wehren und beim Leistungsnachweis.

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