Feuerwehr und Verwaltung gehen auf Nummer sicher

Von: Laura Beemelmanns
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Auch am Rosenmontag in Bereitschaft: Die Feuerwehrleute Hubert Fröschen, Ralf Welsch, Günther Elkenhans vom DRK und Karl Köhnen im Einsatzleitwagen. Foto: J. Lange

Stolberg. Die Karnevalstage sind aus Feuerwehr-Sicht friedlich über die Bühne gegangen. Auch die Polizei gibt an, dass die Lage in Stolberg „eher ruhig“ gewesen sei. Die Bilanz nach den jecken Tagen fällt also positiv aus. Das könnte allerdings auch an der akribischen Vorbereitung gelegen haben. Denn das Thema Sturm beschäftigte nicht nur die Narren in Aachen, Düsseldorf und Köln, sondern eben auch die in der Kupferstadt.

Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für den Rosenmontag haben die Feuerwehr Stolberg und die Verwaltung der Stadt nämlich zu einem außergewöhnlichen Treffen veranlasst. Aufgrund der Sturmwarnungen und der vielen im Rheinland und Ruhrgebiet abgesagten Karnevalsumzüge sollte auch für Stolberg eine vernünftige Lösung gefunden werden.

Keine Tiere, keine Fahnen

Daher kam der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) bestehend aus Bürgermeister Tim Grüttemeier, Ordnungsamtsleiterin Birgit Nolte, dem Technischen Beigeordneten Tobias Röhm, dem Leiter der Feuerwehr, Andreas Dovern, Sprecher der Wehr, Michael Konrads, sowie Vertretern der vier großen Karnevalsumzüge in Stolberg Mitte, Breinig, Mausbach und Zweifall am Montagmorgen vor Beginn der Umzüge zusammen.

Ziel war es, über alle Begebenheiten zu sprechen und eine Lösung im Interesse aller zu finden. Sie mussten entscheiden: Kütt d‘r Zuch oder kütt er nicht?!

Das Ergebnis: Der Zug durfte kommen. Allerdings mit ein paar neuen Regeln. „Bei diesem Gespräch haben wir uns auf bestimmte Auflagen geeinigt“, sagt Michael Konrads. Zu diesen zählte: An den Umzügen dürfen keine Tiere teilnehmen, Planwagen oder ähnlich gebaute Umzugswagen sind verboten, Fahnen, große Plakat- und Schilderflächen müssen abgenommen werden und Umzugswagen mit Dächern sind gänzlich verboten.

Dieses Vorgehen habe man auch mit den anderen Kommunen in der Städteregion abgestimmt und sich eine Abweichung dieses Plans bei möglichen Wetteränderungen vorbehalten. „Die Entscheidung wurde von allen gemeinsam getragen und wir waren uns darüber einig, dass die Sicherheit vorgeht“, sagt Konrads.

Aus diesem Grund sind die Teilnehmer des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse in die jeweiligen Ortschaften gefahren, um die Umzugswagen vor Zugbeginn noch einmal zu kontrollieren. Wagen mit einem Dach durften nicht am Zug teilnehmen, für viele weitere Vorkehrungen hatten die Vereine selbst schon gesorgt und nicht windsichere Teile bereits abgenommen. So konnten die Züge stattfinden, ohne dass etwas passiert ist.

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